Quinquagesima — Receptacula.
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dern Severus, Severianus, Carpophorusund Victorinus“ nach der bekannten Ba-silika auf den Caelius übertrug. Hiernachsind drei Gruppen von Märtyrern zu unter-scheiden : die vier anonymen römischen(Q. C.), die fünf pannonischen Steinmetzenund die genannten vier Brüder. Die letz-teren wurden nach de Rossi’s Abhandlung(Bull. 1869, 68) bei Albano gemartert undheigesetzt. Endlich mag hervorgehobenwerden, dass die mittelalterlichen Hagio-graphen die genannten Klassen häufig mit-einander verwechselten. So redet Beda(Martyr. VI Id. Nov.) von den Q. C., führtaber dann die Hamen der fünf Pannonier
an; es kommt die Bezeichnung Q. C.nach Cod. Yerones. 85, § 35 bereits inder Liturgie Leo’s d. Gr. (mense novembriin natali sanctorum Quattuor Coronato-rum) vor. Auch die Liturgie des Gelasius(In natali ss. IV Coronatorum [et] Co-stiani, Claudi, Castori, Simproniani) kenntsie. Eine kritisch genaue Ausgabe desTextes der Acten wird von deBossi in Aus-sicht gestellt (Smith Dict. I 461 [kennt dieneuesten Forschungen nicht]; Katholik1879, II 504 ff.). BELLESHEISl.
QUINQUAGESIMA, s. d. Art. Teste I487 f.
R.
RABE. Munter (Sinnb. I 98) behauptet,in Anspielung auf I Mos. 8, 7 habe der11. im christlichen Alterthum als Symbolder Sünde, welche ausfliegt und nichtwieder aufgenommen wird, gegolten. Erconstatirt dann, dass von den DarstellungenNoe’s keine den Raben abbilde (den manindessen vielleicht auf dem Trierer Sarko-phag, unten am Sockel der Arche, zu er-kennen geneigt sein möchte), und be-hauptet endlich, als Symbol der Sündesei der R. in einigen Kirchen, besonderszu Mailand, im Baptisterium neben demKreuz und der Taube, abgobildet gewesen.Ich kann letztere Angabe gegenwärtignicht verificiren; im Uebrigen ist mir keinBeispiel von einer Darstellung des Rabenin der altern Kunst bekannt. Für dasMA. sei auf W. Menzel Symb. II 252 ver-wiesen. KRAUS.
RÄUCHERN, s. Weihrauchgefässe.
RASURA, s. den Art. Tonsur.
RATIONALE, s. den Art. Pallium II 574.
RAT ION ALIS DIOECESIS, xafloXtxic Sioi-xqaEuK nennt Constant. Ep. ad omnes ec-cles. {Euseb. Yit. Const. IY 36) gewissehohe Beamten, deren Stellung jedoch wolnur eine rein civile war. Vgl. BinqhamIII 406.
RECEPTACULA. Die von lustin demMärtyrer (Apol. I 65), Dionys von Ale-xandrien (bei Euseb. Ilist. occl. VI 44),Bertullian (Ad uxor. II 5) u. A. bezeugtebitte, den Gläubigen die Eucharistie inihre Wohnungen zu geben, erforderte ge-eignete Gefässe, welche auch wol durchein Tuch aus Linnen ersetzt werden moch-*®. n > in welches man das Sacrament hüllte.Vielleicht liegt hierin der Punkt, an wel-chen sich die Gewohnheit ankniipfte, auch
bei der Communion unter der Liturgiedas hl. Brod nicht auf die nackte Hand{Cyrill. Hieros. Cat. Myst. V 21) zu em-pfangen, sondern diese ehrerbietig miteinem Tuche zu verhüllen, auf welchesdann die Eucharistie gelegt wurde. Dassdiese Gewohnheit vielfach bestand unddass Ehrfurcht vor dem Sacrament ihrGrund war, zeigt der Canon, welcher sieverbot, und die Fassung desselben. Diezweite tndlanische Synode (an. 692, c. 101)berichtet nämlich, dass Einige aus Goldoder anderm Stoff gefertigte R. (öo^sia)mitbrächten, um die Communion in die-selbe zu empfangen, und verbietet dies,weil man leblosen Stoff nicht dem Eben-bilde Gottes (der menschliche Leib) vor-ziehen dürfe, bei Strafe der Excommuni-cation für Spender und Empfänger.
Im Abendlande verordnete indess dasConcil von Auxerre (an. 578, c. 36 u. 42)den Gebrauch des ,Dominicale‘ für Frauenausdrücklich, bis die Observanz, den Laiendie Communion in den Mund zu legen,jene Verordnung hinfällig machte. Dieseitdem übliche Art der Laiencommunionschreibt eine Synode von Rouen (zwischendem 7. u. 9. Jahrh., c. 2) vor, in Romaber wird sie schon unter Papst Agapel(535—536) bezeugt {Gregor. M. Dial. III 3).Doch scheint sie sich nur allmälig ver-breitet zu haben, wie denn z. B. BedaVen. (Hist. eccl. IV 24) noch um 680 einenFall erwähnt, wo die Communion in dieHand empfangen wurde. schill.
Nach der ,Allgem. Ztg.‘ 1881, Nr. 140,Beil., hat sich ein Receptaculum in Monzaerhalten. Ich vermutlie, dass diese Notizsich auf das sog. Corporate Gregorii M.bezieht, über welche Frisi III 184—187und jetzt X Barbier de Mott fault Le tresorde la basilique royale de Monza, Tours1884, I 141 zu vergleichen ist. kraus.