Reliquien.
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sammeln; darum werden von den sogen,apostolischen Constitutionen (VI 30) Bi-schöfe und Laien ermahnt, den Glaubenan die Verunreinigung durch die Todtenund den Abscheu vor ihren Ueberrestenaufzugeben und sich indenCoemeteriender Märtyrer und Heiligen zu Psalm en-gesang und Feier des eucharistischenOpfers zu versammeln.
III. Art und Gründe der R.-Ver-ehrung. a) Die Verehrung, welche manden R. der Märtyrer erwies, bestand da-rin, dass man an ihren Gräbern, denender Ehrenplatz an der rechten Seite unterdem Altar gebührte (Herrn. Vis. 3, c. 1;s. d. Art. Altar I 39, n. 9), den Todestag(tTjV tou fAapTOpiou f ( pspav yevs&Aiov, Euseb.IV 15, bez. 23; Natalitiae, Tert. De coronac. 3), für dessen Verzeichnung gewissenhaftSorge getragen wurde (s. den Art. Mär-tyrer), durch die Darbringung der Eucha-ristie feierte. In der Hoffnung, sich da-selbst nach Möglichkeit zu versammelnund den Jahrestag seines Martyriums inJubel und Freude zu begehen, verwahrtendie Christen die Ueberreste des hl. Poly-karp ,an geziemender Stätte 1 (Euseb. 1. c.).Als aber das Christenthum aus dem Dun-kel seiner verborgenen oder unterirdischenCultusstätten an das freie Tageslicht tre-ten durfte, baute man ,an solchen Orten,wo sich das Andenken und die hl. Ueber-reste eines Heiligen' befanden, ,TempelGottes, glänzend durch die Grösse desBaues und die Schönheit des Schmuckes,wo auch der Zimmermann das Holz zurGestalt lebender Wesen verarbeitet undder Steinhauer die Steinplatten bis zurGlätte des Silbers geglättet hat, auch derMaler seiner zierenden Kunst in FarbenAusdruck gegeben und in einem Gemäldedie Heldenthaten des Märtyrers . . . dar-gestellt hat, und der die Steinchen zu-sammensetzte, den Boden, der von denFüssen betreten wird, zu einer geschicht-lichen Darstellung machte' (Greg. Nyss.Or. in laud. S. Theod. c. 1; Ruinart 482;man vergl. die analoge Schilderung beiPauhn. Nol. Natal. IX 385 ff.: trina ma-
nus variis operata decoribus illam oxccetc., und die Beschreibung der Martybei Theodor et 1 . c. Opp. IV 921). Jhüllte die R. in Seide und fasste sigoldene Gefässe (Hieron. Adv. Vigil, c.ihre R.-Schreine waren aus edlen Metagearbeitet (Prudent. Perist. XI 184—Greg. M. Ep. IV 30). Vor den Grälzündete man Lichter an; inwiefern ;unter kirchlicher Autorität der Gebrader Lichter auf den Martyrergräbernhellen Tage damals verbreitet war, 1sich nicht genau bestimmen (cereosclara luce accendimus, sed ut noctis tReai-Encyklopädiö. IX.
bras hoc solatio temperemus, Hieron. C.Vigil, c. 7); von Privatpersonen geschahes (Hieron. ad Ripar. c. 1) und unterkirchlicher Autorität wenigstens zu Nola,indem Paulin an vielen Stellen seinerNatalitien einen fast üppigen Gebraucham Grabe des hl. Felix nicht nur beimGottesdienst, sondern hauptsächlich zuEhren dieses Märtyrers beschreibt (Hat.III, v. 98—103, VI 36, XI 408 ff.). AmJahrestage des Martyriums, welchem Vi-gilien vorauszugehen pflegten (Hieron. AdRip. c. 3; Adv. Vigil, c. 10; vgl. Greg.Nyss. Or. 3 in laud. XL mart.), strömtenaus Nah und Fern, aus Stadt und Land(Paulin. Nat. III 53—88; Prudent. Perist.XI 153 ff.), ,gleich Bienen aus dem Bie-nenkörbe' (Basil. Hom. de M. Gordio c. 1),die Gläubigen nach dem Ruheort derMärtyrer, ,die Menge derer, welche her-beieilten, nahm kein Ende und die Heer-strasse gewährte das Bild der Ameisen,indem die Einen herzukamen und die An-dern den Kommenden Platz machten'(Greg. Nyss. Or. in laud. Theod. c. 6;Ruinart 485). Wie ein ,beseeltes Meer'wogte und rauschte die Menge der Ver-sammelten, um den Lobreden auf dieMärtyrer zu lauschen (Greg. Nyss. Or. Iin XL mart.). Die Reden zu Ehren derMärtyrer, unsere wichtigste Quelle fürdie Geschichte ihrer Verehrung, warenzugleich die Mittel, die äussere Verehrungzu vergeistigen und zu versittlichen, denn,die Märtyrer loben', sagt Basil. (Hom. inXL mart. c. 2), ,heisst die Versammeltenzur Tugend auffordern, und dadurch, dasswir ihnen die Thaten jener gleichsam vordie Augen führen, wollen wir die Hoch-herzigen und Geistesverwandten zur Nach-ahmung anspornen'. In der Nachahmungliegt die wahre Verehrung, und diese Artder Verehrung, sagt Gregor. Naz. (Or. inlaud. Cypr. 18 u. 19), erfreut die Märtyrermehr als alle anderen zusammen. Undnicht ein- oder zwei- oder fünfmal im Jahre,sondern oft versammelten sich die Christenzum Gebet in den Martyrien (Theodoret1. c. Opp. IV 921); man machte Wall-fahrten zu den Gräbern (Paulin. Ad Sever.ep. V 8; Peregrin. s. Paulae c. 2; ItineraHieros. ed. Toller et Molinier, Genev.1879, I 39) ; an den R.-Schreinen warf mansich nieder, küsste sie, vergoss Thränender Verehrung und des Schmerzes, flehtedie Märtyrer um Fürsprache an (Greg.Nyss. Or. de s. Theod. c. 2; Ruinart 482);,der Presthafte flieht zu ihnen, der Glück-liche geht zu ihnen; jener, um Befreiungvon seinen Leiden zu finden, dieser, damiter in den guten Verhältnissen bleibe'(Basil. Hom. in XL mart. c. 8). Votiv-geschenke (dva9r|p.axa) und zwar goldene
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