Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Ringe.

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Schlüssel angefügt ist und welche da-her Annuli ad claves oder ad rerum custo-diam Hessen und zum Verschluss vonKästchen, Geldtruhen u. s. f. dienten{Fortunat. Liceti De annulis antiq. 147).Zwei Beispiele dieser R., welche am Fingergetragen wurden, um nicht verloren zu

gehen {NicolaiDe sigl. vett.147), bietetBoldetti 502.506, IV 36 - 31 ;einer dersel-ben hat nurden Schlüssel,ein anderer (s.Fig. 423) auchein Petschaft,da der verschlossene Gegenstand zuweilenauch unter Siegel gelegt werde, dahersolche Siegelringe auch Cirographi, Cero-graphi Messen. Seit Boldetti ist nur einExemplar dieser Art, ein Broncering mit

Fig. 423. Aiinulus ad claves.

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und Palme, 1806 gefunden, zu no-

bus aperire non licet ad fontem, kannund muss nach dem Context symbolischverstanden werden; doch sei zugegeben,dass die von Martigny betonte Stelle des-selben Schriftstellers: der Bischof trageden Ring, um zu erkennen, dass er derBräutigam der Kirche ist . . . ut se spon-sern ecclesiae cognoscat et pro illa animam,si necesse sit, sicut Christus ponat, und:ut mysteria scripturae a perfidis sigillet,secreta Ecclesiae resignet, weiter führen.Auch die angeblich in den Gräbern deri Päpste Caius (283—296, nach Aringhi! II 426 im J. 1622 eröffnet) und Eusebius' (310; sein Ring zeigte nach Du SaussayPanopl. episc. 197 auf einer Seite dasMonogramm Christi, auf der andern dasseines Namens) gefundenen R. beweisennichts für den Annulus episcopalis. Da-gegen erwähnen letztem bereits der alteOrdo romanus (accipe annulum discretio-nis et honoris, fidei signum, ut quae sig-nanda sunt signes, et quae aperienda, suntprodas ) und das Sacramentarium Gregorsd. Gr., nach welchem der Ordinator beider Bischofsweihe zu dem Ordinanden

tiren {de Rossi R. S. III 583).

Einen besondern Werth scheint man aufsolche R. besagter Gattung gelegt zu ha-ben, welche an Reliquien angerührtwaren oder welche Staub enthielten, dervon den Ketten des hl. Petrus abgefeiltwar. R., welche man ad hauriendam sanc-titatem zu den Apostelgräbern herabge-lassen, wurden von den Päpsten als Reli-quien an Fürsten versandt, wenigstensseit Gregor d. Gr., der diese Sitte ein-geführt zu haben scheint {Boldetti 507).

Vgl. übrigens d. Art. Siegel und de RossiR - S. III 568 f.)

HI Bischofsr ing. Dass auch dieBischöfe älterer Zeit Ringe trugen, unter-liegt keinem Zweifel; doch ist fraglich,seit wann von ihnen ein Annulus episcopalisals Insigne ihrer Würde getragen wird.Martigny 2 45 f. unterscheidet diese nichtund wirft beide Dinge durcheinanderlexte wie der Augustins (Epist. 217 adVictorin., vel Ad Bened. LIX, Opp. II 195,en. sec.: hanc opistolam signatam misiannulo qui exprimit faciom hominis atton-entis m la,tum) beweisen an sich nur den• 6 ma 10 1 ?‘ nes Siegelrings, der auch nochim 1A. vielleicht durchaus nicht immeruii ^ dem Annulus episcopalis identischp ar auch F. Bock Gesell, d. liturg.ew. ii 207), wie denn auch in späterenei en, namentlich der Renaissance, Finger-• auch von Bischöfen als Zierrate ge-I ww ^ UI ^ en : Iba Aeusserung des Optat.1 ., Eupin p. 9): nec annulum quo

(n 191 u 6880 s'PMatus, und ib. I 12: bene subduxisti annulum iis qui-

spricht: memor sponsionis et desponsatio-nis ecclesiasticae et dilectionis Domini Deitui in die qua assecutus hunc honorem,cave ne obliviscaris illinc. Accipe ergoannulum discretionis et honoris, fidei si-gnum, ut quae signanda sunt signes, etquae aperienda sunt prodas, quae ligandasunt liges, quae solvenda sunt solvas.Damit stimmt auch Isidor v. Sevilla über-ein, bei welchem es heisst: datur ei annu-lus propter signum pontificalis honoris velsignaculum secretorum {Iskl. De offic. eccl.II 5, 54). Aus dem 6 . Jahrh. liegt einZeugniss für den Annulus signatorius derBischöfe vor in dem früher auch bei Mar-tigny 2 45 irrtlhimlich in Verbindung mitdem ersten Concil zu Orleans 511 ge-brachten Brief des Königs Chlodwig andie Bischöfe wegen Freigebung der imKrieg mit den Westgothen gefangenenChristen {Sirmond Conc. Gail. I 176; Ilar-douin I 1007; Mansi I 346; Ilefele C.-G . 2II 665); es heisst da: vestras epistolasde annulo vestro infra signatas sic adnos omnimodis dirigantur, et a partenostra praeceptionem latam noveritis essefirmandam (vgl. Greg. Turon. cd. Mignocol. 1153). Bestimmter sind die Zeugnisseaus dem 7. Jahrh. Das Pontificale vonSalzburg aus dem J. 600 {Gerbert Vet. lit.Alcm. I 255) enthält eine Formel für dieBenediction des Bischofsrings ähnlich der-jenigen des Gregorianischen Sacramentars.In gleicher Weise treffen wir die Ueber-gabe des Rings in dem Pontificale Egberts,Erzbischofs von York {Bock Lit. Gew. III207 2 ). Weiter beruft sich Martigny da-