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Zweiter Band. I - Z.
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Zipcoj — Senat und Volk.

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sere Kuppelkirchen griechischen Ursprungsseien. Jetzt Hessen sich die Beispiele leichtvermehren, welche die Anwendung desgriechischen Iiitus des Segens in abend-ländischen Denkmälern des reifem MA.sbezeugen. In dem Cod. Egberti scheintdie lateinische Form vorzuherrschen, dochliefert er auch Beispiele der griechischen(s. meine Ausg., Taf. XXXIV. XXXVIII.LIV). Die rheinischen Denkmäler derSculptur lassen, soweit ich sie übersehe,seit dem 11. oder 12. Jahrh. regelmässigden lateinischen S. erkennen. Eine Aus-nahme bildet u. a. die höchst rohe, viel-leicht der karolingischen Zeit angehörigeStatue des Rex gloriae im Rosgarten-Museum zu Konstanz, welche den grie-chischen Ritus bietet.

Die beifolg. Fig. 452 stellt den hl. Me-thodius dar, wie er nach dem Ritus des

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Fig. 452. Der lil. Metliod segnend mit den Leuchtern.

Patriarchats von Constantinopel den feier-lichsten S. ertheilt. Diese Benedictionbesteht darin, dass der Bischof nach demOfficium zunächst das Volk mit nachgriechischer Weise ausgestreckten Hän-den segnet, dann den S. wiederholt, wäh-rend er in der Rechten einen dreiarmigen,in der Linken einen zweiarmigen Leuchterhält, worin man Anspielungen auf diehl. Dreifaltigkeit und die beiden Naturenin Christo erblickt ( Simeon. Thessal. Detemplo 222 bei Lebrun Cer6m. de la messeIII 397).

Die Litteratur beschäftigt sich fastausschliesslich mit dem spätem Ritus derSegnung. Vgl. Martine I)e antiq. eccles.rit., Rothom. 1700; Gretser De benedict.,Ingoist. 1615; Binterim Denkw. VII, Th. 2;Augusti Denkw. X 105 f. Die ältere Lit-

Real-Encyklopudie. II.

teratur verzeichnet Fabricius Bibliogr. An-tiquar., Hamb. 1716, 370. kraus.

2I1K02, templum, eine specifisch heid-nische Bezeichnung, kommt doch auch beiSynes. Ep. 58 für Kirche vor, sowie dasgleichbedeutende xsp-Evoj ( Enagr . I 14;Theodoret. Serm. de martyr. Opp. IV 606).

SELBSTVERSTÜMMELUNG (auxo'/eipla)wird in den Can. ap. c. 23 bereits mitdreijähriger Ausschliessung an Laien be-straft. Selbstmördern (ßto&avaxoi) versagendie Conc. Bracar. c. 34; Antissiodor. c. 17die kirchliche Beisetzung und das Opfer(vgl. Cassian. Coli. II 5; Bingham VII 400,III 65, X 82). Die Selbstentmannungschloss von der Ordination aus ( Nicaen.c. 1; Arelatens. c. 7; Gennad. De eccl.dogm. c. 72; Ambros. De viduis: nemo sedebet abseindere, sed magis vincere; vic-tores enim recipit ecclesia, non victos).Betreffs des Beispiels des Origenes s.Eus. H. e. VI 8; Epiph. Haer. 64, n. 3, undHeimchen zu Eus. a. a. O. II 163 f. DieThatsache wird von Schnitzer Origenes1845, S. XXXIII f. in Frage gezogen.Ein anderes Beispiel ist das des Leontius,der wegen S. entsetzt ward ( Socr. II 26),aber gleicliwol, wenn auch gegen die Be-stimmung des Nicaenums, später Bischofvon Antiochien wurde ( Theodoret . H. e.II 24).

SELIQUASTIIUM, eine besondere, fürFrauen vorzüglich bestimmte Gattung vonSellae, deren Hygin. De sign. coel. II 9gedenkt, wo er von Cassiopeia spricht,und die auch bei Arnob. Adv. Gent. II 23,ed. Beiffersch. 67, erwähnt wird (quid ar-quata si sellula, acus, strigilis, pollubrum,siliquastrum ?).

Auf mehreren Denkmälern der Kata-komben sieht man Personen, wie nament-lich die hl. Jungfrau, auf Lehnstühlensitzen, welche vermuthlich zu der er-wähnten Art gehörten (vgl. Botlari tav.CXXXIII).

SEMAXII, Spottname der Christen beiden Heiden, s. Namen II 472.

2HMANTPA, H1MANTHPI0N, s . Glocken-surrogate I 623.

SEMIIEIUNIA nannte man im Gegensatzzu dem bis Abend dauernden Fasten derQuadragesima die Fasten der Feria quartaund sexta (vgl. Bingham V 282).

2EMNEIA nennt Euseb. H. e. II 17 dieBethäuser der Therapeuten.

SENAT und VOLK begegnen uns aufMünzen einigemal personificirt. Jener aufeiner Goldmünze Constantins ( Grueber

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