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Suspension.
ficio und Suspensio a beneficio). Die letz-tere Form ist die ältere, wenigstens findetsie sieh schon beim hl. Cyprian. Bekannt-lich wurden den Klerikern aus den von denGläubigen dargebrachten Oblationen na-mentlich die zum Lebensunterhalte nöthi-gen Bezüge verabreicht (Bingham Orig.Y 4, § 3): wenn nun der grosse Bischofvon Carthago an seine Presbyter und Dia-konen in Betreff einiger ihrer Genossen,die sich eines Vergehens schuldig gemachthatten, schreibt: ,interea se a divisionemensurna tantum contineant non quasi aministerio ecclesiastico privati essevidean-tur, sed ut integris omnibus ad nostrampraesentiam differantur‘ (Ep. 36 in fin. ed.Härtel.- 571), so bestand die Strafe blossin der einstweiligen Yorenthaltung dermonatlichen Einkünfte, während die Ver-richtung der Amtsfunctionen ungeschmälertblieb, und wenn die Canones, welche (fälsch-lich) der vierten Synode von Carthago imJ. 398 zugeschrieben werden (Hefele Conc.-Gesch. II 68), c. 49 verordnen: ,clericus,qui absque corpusculi sui inaequalitate vi-giliis deest, stipendiis privetur (HarduinActa Conc. I 982), so wollen ganz in der-selben Weise denjenigen, welche, ohnedurch Krankheit entschuldigt zu sein, denVigilien nicht anwohnen, wegen der grobenVernachlässigung ihrer Amtsobliegenheitcndie Einkünfte entzogen werden. Häufigerals die ,Suspensio a beneficio“ findet sichdie andere Hauptform der Strafe: dasVerbot, die Amtsfunctionen vorzunehmen,wobei das Einkommen unberührt blieb(Conc. Aurel. III. an. 538, c. 19; Hard.II 1427). Gewöhnlich bezog sich dasVerbot auf alle Functionen und wurdeverhängt mit den allgemein lautenden Aus-drücken: ä'fopiZeaftai (Canon, apost. c. 6.43. 56—59; über die Bedeutung des Wor-tes S. vgl. Suicer. Thesaur. eccles. i. v.dcpopurp/k; Bingham Orig. XVII 1, § 1;Morinus De administ. sacram. poenit. IV 3;Exercit. eccles. II 3), dp^Etv (Basilius AdAmphiloch. c. 69, bei Beveridge Pandect.can. II 120), (Scxoivcuvtjtov eTvoci (Conc. Ni-caen. c. 16; Conc. Chalced. c. 20; Hard.I 329. II 609; vgl. Morinus Exercit. II 9),a-Eye3i)ai "(Tjv IvspYEtüüv (Basil. c. 27), p.rjxETiXstToupYEtv (Conc. Antioch. 341, c. 3; Hard.I 593); abstineri (Cyprian. Ep. 3 u. 4 ed.Hartei 472. 475; Conc. Agath. 506, c. 55;Hard. II 1004), ab ordine deponi (Conc.Aurel. III, c. 19; Hard. 1. c. 1427), sus-pendi (Ccmc. llerdens. 524, c. 5; Hard.1. c. 1065), ab honore et officio suspendi(Conc. Aurel. V. an. 549, c. 5; Hard. 1. c.1444), ab officio sequestrari (Conc. Aurel.III, c. 2; Hard. 1. c. 1423) etc. Bisweilenaber umfasste die Strafe nicht sämmtlicheRechte, sondern das Verbot beschränkte
sich auf einzelne Functionen, währenddie Vornahme der andern belassen wurde.Bei den Bischöfen untersagte die S. viel-fach bloss die speziell bischöflichen Amts-handlungen und liess die der priesterliclienWeihe unberührt (Conc. Nicaen. c. 8; Hard.I 433), oder sie entzog die Verrichtungendes Ordo episcopalis und gestattete dieanderweitige Administration der Diöcese(Conc. Matiscon. II. an. 585, bei Gregor.Turon. Hist. Franc. VIII 20), oder derKreis wurde innerhalb der bischöflichenFunctionen noch enger gezogen und blossdie Ausübung des Ordinationsrechtes ver-boten (Conc. Carthag. IV, c. 68; Hard.I 983; Simplicius Pap. Epist. 14 ad Iohan-nem Ravennat. episcop.; Thiel Epp. Ro-man. Pontif. 202); selbst die Beschränkungkommt vor, dass Bischöfe nur vom Messe-lesen suspendirt wurden (Conc. Aurel. III,c. 15; Hard. II 1426). In derselben Weisehatte die Strafe bei Priestern, Diakonenund den übrigen Klerikern verschiedenenUmfang: balderstreckte sie sich auf alleAmtsverrichtungen (Basil. c. 27; Beveridge1. c. 85), bald nur auf einzelne dersel-ben (Cyprian. Ep. 16 ad presbyt. et dia-con. ed. Hartei 520; Conc. Neocaesar, c. 9;Conc. Agath. c. 43; Hard. I 283. II 1003).Einer eigenthümlichen Art von S. begeg-nen wir beim hl. Basilius. Einige Pres-byter zu Antiochien (in Pisidien) hatten,da sie sich aus irgend einem Grunde be-leidigt hielten, geschworen, ihre Functio-nen fernerhin einzustellen, aber den be-gangenen Missgriff einsehend, wünschtensie, zu denselben wieder zugelassen zuwerden. Auf eine diesbezügliche Anfragegab Basilius den Bescheid, dass dieselben(des Aergernisses wegen) zu der öffent-lichen Vornahme der kirchlichen Ver-richtungen nicht zugelassen werden sollen,dagegen stehe der privaten Ausübung derFunctionen kein Hinderniss entgegen (Bing-ham Orig. XVII 4, n. 10). Die gewöhn-liche S. hatte in den weitaus meisten Fäl-len den Zweck, die Besserung des Be-straften zu bewirken, und wurde, nachdemdiese eingetreten, wieder zurückgezogen.In den oben erwähnten Briefen bedientsich Cyprian der Worte: ,interea se a di-visione mensurna contineant — interimprohibeantur offerre“ (Ep. 16 u. 34 in fin.);das Concil von Chalcedon verbietet dem Bi-schöfe, einen Kleriker, der einer fremdenDiöcese angehöre, aufzunehmen und anzu-stellen, sonst verfallen Beide auf solangeder S., ,2u>? S.v 6 g.eva<rüäi xXrjptxäc sic vr|Viötav ixavEXfh) iv.ylrpiar (Hard. II 609), unddie dritte Synode von OrUans (538) sagtvon einem Geistlichen, der aus Ilochmuthseine Dienstleistungen einstello: ,ab ordinedepositus tamdiu habeatur, quamdiu digna