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Zweiter Band. I - Z.
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Taube, eucliaristische.

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mit der hl. Agnes ( Buonarruoti tav. XVIII 2 ).Symbol der Kirche sind oft zwei Tauben,die eine die Kirche ,ex circumscriptione 1 ,die andere die ,ex gentibus 1 vorstellend( Mamrius Hagioglypta 222); Symbol derAuferstehung auf einem Titel aus Trier(Le Blant Inscr. ehret, de la Gaule I 330)unter folgender, den Sinn des Symbolserklärender Inschrift: HIC • AMANTIAE •IIOSPITA • CAKO • IAOET; der ehelichenTreue, wenn auf bisomen Sarkophagenneben den Bildern der beiden Gatten zweiTauben sich finden, an Früchten pickend( Bottari tav. CXXX.VII). Auf den Frie-den, den Constantin der Kirche gab, be-ziehen Manche eine Darstellung ( BottariI 118), wo zwei Tauben auf dem Quer-balken einer Crux gammata sitzen, darüberdas Labarum; ein Symbol des Schmerzes,wie schon bei Nah. 2, 7: gementes ut co-lumbae, sieht man auf einem Sarkophag(. Bottari tav. XXXVIII), wo auf zwei Bäu-men Tauben sitzen, dazwischen eine Mut-ter betend und trauererfüllt über den Todihres Sohnes, dabei die Inschrift: SA-TVRNINVS • ET • MVSA • FILIO • DVL-CISSIMO • FECERVNT. Nach Gregor d.Gr. (Hom. 29 in Evang.) und der Psalm-stelle 123, 7: anima nostra sicut passererepta est de laqueo venantium; laqueuscontritus est et nos liberati sumus, giltdie fliegende T. als Sinnbild der Himmel-fahrt Christi, der Seele der Märtyrer undHeiligen, wie sie, der Fesseln des Kör-pers entledigt, ihrer ewigen Bestimmungzufliegt. Diese Bedeutung hatte nach Gre-gor von Tours (De glor. mart. I 72) diegoldene T. am Grabe des hl. Dionysius.Gegenstücke dazu oft auf Mosaiken ( Bol-detti Cimit. 23), Vögel in einen Käfig ein-geschlossen, um die Seele zu bezeichnen,die noch im Gefängniss des Körpers aus-harren muss. Analog den Worten imHohenliede (2, 7): surge columba mea etveni, sinnbildet die T. den Ruf des gött-lichen Bräutigams an die Seele, so aufeiner christlichen Sigla mitfolgender Inschrift ( Macar.Hagioglypta 239): VENI • SI• AMAS (s. uns. Fig. 480). Esmuss noch bemerkt werden,Fig. 48 o dass auf christlichen Denkmä-Aitchristi. siegei ^ ern auch andere Vögel ver-(Macar. Hagi 0 - wendet werden, und dass nichtgiypta 239 ). allen Darstellungen der Art~ . eine symbolische Bedeutung

zu Grunde liegt; vielfach haben die christ-lichen Künstler im Anschluss an die heid-nische Kunst sich der T. und anderer Vögelals blosses Ornament bedient, künstle.

TAUBE, eucliaristische. I. Unterden Gefässen, welche zur Aufbewahrung

der Eucharistie dienten, befindet sich aucheine T., deren Rücken zum Oeffnen ein-gerichtet war, um die eucharistisehenUeberreste im Innern niederlegen zu kön-nen. Dieses Gefäss war zu dem bezeich-neten Zweck deshalb so beliebt, weil eseinerseits versinnlichte, dass der hl. Geistähnlich wie einst bei der Incarnation, soim hl. Messopfer mitthätig sei (Epiklesein den Const. apost. VIII 12 und in denübrigen orientalischen Liturgieen), ander-seits, weil es geeignet war, das Wohnendes hl. Geistes in den Gläubigen (I Kor.6, 19) sichtbar vor Augen zu legen. Obdie T. schon im 3. Jahrh. als eucharisti-sches Gefäss bekannt war, müssen wirdahingestellt sein lassen, so lange nichtbewiesen wird, dass Tertullian in derSchrift Contra Valent, c. 3 seinen Wor-ten einen mystischen Sinn unterlegt habe.Er schildert nämlich, wie die Schlange,das Symbol der Valentinianer, sichverberge, ihre ganze Weisheit in der Fin-sterniss ausbrüte, in Stücken nach sichfortwinde und überhaupt eine licht-scheue Bestie sei; daran fügt er alsGegensatz: ,die Wohnung unserer T.ist einfach, auch immer in offenen unddem Lichte zugekehrten Höhen, sie liebtdas Bild des hl. Geistes und das BildChristi, den Aufgang. 1 Aus den Gegen-sätzen zwischen der Schlange der Valen-tinianer und der T. der Christen (dahernostra columba), sowie aus der Bemer-kung, ,die T. pflegt auf Christum hinzu-weisen (demonstrare), die Schlange ihnaber zu versuchen 1 , geht hervor, dass Ter-tullian nur die in der Natur uncj, in derBibel verbürgten Eigenschaften der bei-derseitigen Symbole (Schlange, T.) her-vorkehrte. Den Zweck der Ironie er-reichte er dadurch besser, als wenn erden gnostischen Valentinianern gegenübereinen Vergleich gezogen hätte zwischender Schlange und dem taubenähnlichenSacramentsgefässe in der Kirche (domus).Verhalte es sich mit diesen Worten Ter-tullians wie immer, aus den folgendenJahrhunderten ist unzweideutig bezeugt,dass taubenähnliche Gefässe die Eucha-ristie in der Kirche bargen (vgl. Chrysost.Hom. 13 ad pop. Antioch.; Sedul. Ep. 12:sanctusque columbae || Spiritus in specieChristum vestivit lionore). Nach Anasta-sius schenkte Kaiser Constantin in dieBasilika S. Peter ,eine Patene aus rein-stem Gold mit Thurm und Taube,ringsum mit 215 Edelsteinen, Hyacinthenund weissen Perlen geschmückt, 30 Pfundschwer 1 . Vom hl. Basilius (379) wird er-zählt, ,er habe eine Taube aus reinemGold machen lassen, darin den drittenTheil (der Hostie) niedergelegt und sie