Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Taufe.

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Tülv auuvuiv. dp.njv. Auch diese Form istsicher alt und jedenfalls in der von TheodorLector (um 525) mitgetlieilten Erzählungüber die T. des Barbas durch den ArianerDeuterius in Constantinopel bereits, wennauch häretisch verändert, nachweisbar(Collect. I. 2). Auch Johannes Moschus(t 620) hat die nämliche Formel (Prat.spirit. 176, al. 175). Wenn viele orien-talische Ordines nach jedem der drei gött-lichen Namen ein Amen einschieben, sokann dies allerdings aus guten Gründennicht gebilligt werden, und ist wol alseine Neuerung späteren Ursprunges an-zusehen, macht aber auch die T. nichtungültig ( Hergenröther in Moy’s ArchivVIII, II 162). Uebrigens redet bereitsMoschus von dem Jedesmaligen Antworten“mit Amen (1. c.). Auffallend ist noch dieForm der T., wie sie Ambrosius (Myst.4. 5) und das Werk De sacramentis (II 17)angeben. Danach möchte man glauben,es sei dort ohne alle und jede besondereTaufworte getauft worden und man habedie Täuflinge, ohne irgend etwas zu spre-chen , dreimal je nach den Fragen umden Glauben untergetaucht. Allein auchdas Sacrament. Gelasian. (I 570. 596) bietetanscheinend die gleiche Taufform. Nunist es aber schwer, zu glauben, dass inder römischen Kirche je einmal in dieserWeise sollte getauft worden sein. DasSacrament. Gregor. (II 157. 264) hat dennauch die herkömmliche abendländischeFormel, und so ist wol zu glauben, dassdort überall dieselbe auch angewandt, dasssie aber nicht niedergeschrieben wurde.Es mag das auf Rechnung der Arcan-disciplin zu setzen sein, der zu Liebe jaauch sonst gerade die entscheidende sacra-mentale Form selbst vor Eingeweihtenverschwiegen wurde ( Innoc . I Ad Decent.11 • 3), fehlt doch sogar in viel späterenHandschriften gerade die Taufformel ( Tink-hauser Tüb. Quartalschr. 1853, 35), ob-gleich deren Anwendung in jener Zeitzweifellos ist (vgl. Firmung n. 8). Wasendlich die Häretiker betrifft, so sagt zwarAugustin (Bapt. c. Donat. VI 25. 47), dassman eher deren finden könne, die gar nicht,als die nicht mit der rechten Form taufen.Indes lässt sich doch eine bedeutende An-zahl willkürlicher Veränderungen der Tauf-lormel durch dieselben sammeln. DieseArbeit haben J’rud. Maran (In opp. Cypr.praof., Venet. 1758, XXI sqq.), vor ihmGötti (Thool. schol. de bapt. q. 1, d. 7)und Tournely (Tenet. 1755, VII 36—38)übernommen.

13) Eine von Alters her berühmte Con-troverse knüpft sich an die Frage, wieder Ausdruck ,g et au ft worden imA amen Jesu“ (Apg. 2, 38; 8, 16; 19, 5)

zu verstehen sei. Haben die Apostel je,statt auf die drei göttlichen Personen,bloss unter Aussprechung des NamensJesu getauft? Wurde vielleicht gar auchspäter noch ,im Namen Jesu“ die T. voll-zogen? Ob eine T., welche bloss im Na-men einer oder zweier der drei göttlichenPersonen gespendet sein sollte, gültig wäreoder nicht, ist eine Frage, welche hier ineiner Real-Encyklopädie der christlichenAlterthiimer nicht am Platze ist. Siemüsste aber natürlich verneint werden.In der Periode, von der wir hier han-deln , und darauf können wir allein ein-gehen, haben viele Concilien die Wieder-T. aller jener Häretiker: der Arianer,Paulicianisten, Montanisten, Photinianer,Sabellianer, Bonosianer, angeordnet, wel-che nicht auf den Namen der Trinität ge-tauft haben (gesammelt bei Billuart Summa;De bapt. diss. 1, a. 4). Und so erklärensich auch die Väter aufs bestimmteste,und gerade mitunter solche, von welcheneinzelne Aeusserungen für die gegentei-lige Ansicht vorgebraclit werden könnten.Z, B. scheint Origenes die T. im NamenJesu anzuerkennen (In Ioan. 6, 26) undleugnet er so bestimmt wie nur möglichdie Gültigkeit der T., die nicht im Namender drei Personen vollzogen ist (Princip.I 3, 2; In Roman. 1. V 8; In Levit. hom.VII 4. VIII 11). Er unterscheidet ebenmit dem Ausdruck ,im Namen Jesu“ nurdie christliche T. von der jüdischen. Eben-so bestimmt verlangt Ambrosius (De myst.c. 4) die T. auf Vater, Sohn und hl. Geist,soll Sündennachlass empfangen werden.Und so viele Andere, wie Didymus (DeSpirit, s. II 24; vgl. Guei'ike De scliolaAlexandr. II 372), Gennadius (De dogm.c. 52) und insbesondere Basilius, welchensogar Petavius (De Trin. II 14, 6) unterjene rechnet, die eine im Namen einerPerson gespendete T. gültig nennen (s. da-gegen Polchow 22—24; Bingham IV 166sq.),welcher aber nicht bloss die T. mit derherkömmlichen Formel spenden lässt (Adv.Eunom. V 1, 304 d), sondern sich aus-drücklich gegen jene ausspricht, welcheden Namen Jesu bei der T. für hinrei-chend erklären, oder wieder den blossenNamen des hl. Geistes, da doch eine Tren-nung des hl. Geistes vom Vater und Sohndem Spender der T. gefährlich und demEmpfänger unnütz wäre (De Spir. s. XII28). Deshalb spricht Innocenz I (Ep. 22, 5ad episc. Maced.) aus, dass die Aposteldie T. ,im Namen Jesu“ im Namen derdrei Personen vollzogen hätten. EbensoAugustinus (C. Maximin. II 17, 1), J 0 h.Bamasc. (IV 10), wie schon früher Cy-prian (Ep. 73 ad Iubai.), welcher zwarauch für die gegentheilige Meinung citirt