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Tempel.
T. zu Heliopolis ,£~otr,j£ au"o b/r/lrpi av•/ptjTtavmv 1 (Chron. Alex, zum J. 379 5 vgl.Gothofred. zum Cod. Theod. XYI, 2, 25).Sehr wichtig ist namentlich des jüngernTheodosius Gesetz von 415, welches,sich auf ein jetzt verloren gegangenes Edictdes Gratian stützend, verfügt: omnialoca, quae sacris error veterum deputavit,secundum divi Gratiani constituta nostraerei iubemus sociari: ita ut ex eo tempore,quo inhibitus est publicus sumptus super-stitioni deterrimae exhiberi, fructus abincubatoribus exigantur; ea autem, quaemultiplicibus constitutis ad venerabilemecclesiam voluimus pertinere, christianasibi merito religio vindicabit (Cod. Theod.XYI, 10, 20). Schon Constantius hattenach Sozom. (V 7) der alexandrinischenKirche das Mithraeum in Alexandrien ge-schenkt. Die beiden von Yalens auf eineInsel verbannten Macarii verwandeltendort einen T. in eine Kirche (tö 81 <syf t p.atoü vaoü £y.y.Xr) 3 tac tutcov |j.ETa~oir 1 3avt£j,Socr. IV 24), und ebenso wurde in Kar-thago der T. der Doa coelestis unter IIo-norius durch Bischof Aurelius zur Kirchegeweiht und die Dedication durch eineInschrift in ehernen Buchstaben auf demFrontispiz — AVRELIVS PONTIFEXDEDICAYIT — bezeugt ( Pseudo-Prosper.De promiss. III 38). Wenige Jahre spä-ter untersagte II o n 0 r i u s geradezu durchein Edict die Zerstörung der T., welche,ad usum publicum vindicentur“ (Cod. Theo-dos. XVIII, 10, 18. 19). Gothofred ver-imuthet, dass der Kaiser dieses Gesetz auf jVeranlassung der africanischen Bischöfeerlassen habe, welche ihrerseits bereitsim Cod. Afric. c. 58 eine ähnliche Ver-ordnung getroffen hatten. Doch hat Ar-cadius (Cod. Theod. XVI, 10, 16) nochdie Niederreissung der auf dem plattenLande stehenden T. verfügt, und auchTheodosius d. J. (ib. leg. 25) alle T.wieder zu zerstören ,conlocationeque ve-nerandae christianae religionis signi ex-piari* befohlen. Gothofred versteht wolrichtig diese Verfügungen dahin, dass nichtder Bau, sondern der heidnische götzen-dienerische Apparat zerstört werden sollte:denn derselbe Theodosius hat dassog. Tychaeum, den Fortuna-T. zu An-tiochien, dem hl. Ignatius weihen lassen(Euagr. I 16). Andere Beispiele solcherConversionen liefern die Schicksale desTaneos-Tempels in Aegypten (Yales. Not.zu Sozom. V 21 aus dem Itiner. Ilieros.Anton, martyr. 32), das Heiligthum desIuppiter Clitumnus bei Spoleto (Claver.Ital. vet. 702 und neuestens de Rossi Bull.1871, 144), das Pantheon in Rom (s. d. jArt. Pantheon II 581). j
De Ross?8 Forschungen über die Kata-'
kombe der hl. Generosa (R. S. III 692)haben eine interessante Thatsache heraus-gestellt. Der Hain der Arvalischen Brü-der, unter welchem jenes Coemeteriumliegt, war um 300 längst verlassen, dannwar wol seit 382 durch Gratians Constitutden Christen die Localität übergeben, wo-bei diese selbst bei Errichtung der klei-nen Damasisclien Basiliken die alten Mo-numente durchaus verschonten. Es stimmtdas überein mit dem, was aus dem LebenSymmaehus’, des berühmten Vertheidigersdes römischen PolytheismuSj bekannt ist.Als dieser wegen angeblicher Ueberschrei-tung seiner Befugnisse als Praefectus Urbi,und zwar wegen ungerechter Bestrafungvon Geistlichen, die sich durch Beschä-digung der Denkmäler verfehlt habensollten, angeklagt war, konnte er sich aufein amtliches Schreiben des Bischofs Da-masus berufen, welches ausdrücklich be-zeugte, dass kein Christ von Symmaehusmisshandelt worden sei; und Symmaehusfügt hinzu, was auch der Papst von denSeinigen behauptet, Niemand sei in Romwegen Beschädigung der heidnischen Mo-numente zu belangen gewesen (Aur. Sym-mach. Relationes, ed. Meyer, Lips. 1872,28 f.). Solche Beispiele von Mässigunggaben die Christen freilich nicht überallund allezeit, wie die Zerstörung des Se-rapeums in Alexandrien und des Bacchus-tempels daselbst beweisen (Sozom. VII15; Rufin. II 23). Der Politik der Mässi-gung aber gab wieder Gregor d. Gr.
! einen classischen Ausdruck, indem er demhl. Augustin für England die berühmteInstruction ertheilte: quod fana idolorumdestrui in eadem gente minime debcant;sed ipsa quae in eis sunt idola destruan-tur, aqua benedicta fiat, in eisdem fanisadspergatur, altaria construantur, reli-quiae ponantur. Quia si fana eadem beneconstructa sunt, necesse est, ut a cultudaemonum in obsequia veri Dei deboantcommutari, ut dum gens ipsa eadem fanasua non videt destrui, de corde erroremdeponat et Deum verum cognoscens acadorans, ad loca quae consuevit fair.iha-rius concurrat (Beda Venerab. I 30).
Beispiele von zu Kirchen umgowandel-ten Tempeln haben ausser den genannten,bereits von Ringham III 164, II 275 (vgl,Fabricius Roma c. 9) notirten in neuererZeit Zestermann (Die antiken und die Christ!-Basiliken 159), Weingärtner (Ursprung u-Entw. des christl. Kirchenbaues 48 w,Ch. Texier und R. Poplewell Pullan (L’arclut.byzantino etc. 77; vgl. auch Rahn CentraJ-und Kuppelbau 12, A. 1) gesammelt. Lswerden als solche von Erstem gonannder Athene- und Tliesous-T. zUAthen, der Iuppiter-T. zu Sp< l ‘ fl "