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Therapeuten — Thiere.
von Paulus II Kor. 6, 16 citirte alttesta-mentliche, aber auf das N. T. angewen-dete Stelle: ,ich (der lebendige Gott) willin ihnen wohnen und mit ihnen wandeln.“Der Theophorus ist somit derjenige, derein Tempel Gottes, ein Tempel des hei-ligen Geistes geworden, in dessen HerzChristus durch den Glauben wohnt (Eph.3, 17; Mart. s. Ignat. c. 2). Clemens Alex.Strom. VII 748 (882) wendet den NamenDsoyopoc ganz allgemein auf jeden voll-kommenen Christen an, der ihm ein ,&etoe. . . '(VcujTizoj y.al r'fi-q ofyioc 1 ist, weil ,0so-<popüiv y.at flsotpopoujAsvoc 1 . Die gleiche Be-deutung wie Osocpopot hat der Name ^pi-srcxpopoc, den z. B. nach Euseb. Hist. eccl.VIII 10 Phileas, Bischof der Thmuiten inAegypten, den unter Diocletian duldendenMärtyrern beilegt (ol ^piatocpopoi p.apTopsc).Schon seit uralter Zeit wurde im Orientund Occident der hl. Märtyrer Christo-phorus hoch verehrt, dessen Name (Chri-stusträger) viel zur Ausbildung der umihn sich drehenden Legende beitrug. Vonihm singt Bischof Vida: ,weil du, Christo-pliorus, Christum stets im Herzen trugst,geben dir die Maler Christum auf denSchultern zu tragen“ u. s. w. Vgl. Boiland.und Mart. Rom. ad 25. Iul. krüll.
THERAPEUTEN (öspaKEOToa), eine Secteägyptischer Asceten vermuthlich des drittenJahrh., die insofern hier eine Erwähnungfinden, als sie wol sicherlich eine christ-liche Secte waren. Der Name bedeutetsoviel als ir/r^ai , cpiXofRot, servi, famuliDei. Herzog (Real-Encykl. i. v. Mani IX224) hält das griechische AVort für dieUebersetzung eines aramäischen t. t. my-sticus, welchem arabisch muscham = mi-son entspreche, während man früher dieBenennung T. für die Uebersetzung von’Esjtjvoc (aus dem aram. non, heilen) hielt(König Freib. K.-Lex. 2 IV 912). Kennt-niss von den T. giebt uns eine bisher demPhilo zugeschriebene Schrift llspl ßfou fku>-pTfjTtxoü r ( ty.stcöv dprrüiv oder De vita con-templativa. Auf diese Abhandlung stützensich dann die Nachrichten bei Euseh. Hist,eccl. II 16. 17, Epiphan. Ilaeres. 29 undHieron. De viris illustr. c. 8. Dem Pseudo-Dionysius De hierarch. eccl. VI 3 ist derName OepaKso-nj? die mystische Bezeich-nung für Mönch oder Einsiedler. JeneSchrift schildert die religiöse Denkweiseund das Thun der T. in einer Weise,dass man namentlich unter der Voraus-setzung, Philo sei der Verfasser, sie leichtfür das ägyptische Gegenstück der palä-stinensischen Essener halten konnte. Auchfür eine neupythagoräische Secte wurdendie T. angesehen, während Andere in ihneneine Klasse spezifisch jüdisch-alexandrini-
scher Religionsphilosophen erkennen woll-ten. Eusebius und nach ihm Epiphaniusund Hieronymus fanden in den T. dieältesten Christen Alexandriens. Neuer-dings hat Lucius in eingehender Mono-graphie (Die T. und ihre Stellung in derGeschichte der Ascese, Strassb. 1879) zuerweisen gesucht: die Schrift De vita con-templativa rührt nicht von Philo, sondernvon einem christlichen Verfasser um dieMitte des 3. Jahrh. her, welcher unterder Maske Philo’s das christliche Mönchs-oder Ascetenthum idealisiren und ver-herrlichen wollte. Von den AufstellungenLucius’ kann jedoch nur die als erwiesengelten, dass Philo jene Schrift nicht ver-fasst habe. Wir wissen aber weder denVerfasser, noch die Zeit und den Zweckder Abfassung genau anzugeben. Diegrösste Wahrscheinlichkeit hat aber dieAnsicht für sich, dass die T. eine Sectechristlicher Asceten mit manichäischenoder gnostischen (?) Ideen waren. JeneAbhandlung über das contemplative Lebenwegen der darin geschilderten Ascese in dieZeit Constantins herabzurücken, liegt umso weniger Grund vor, als alle wesentlichenMomente der christlichen Ascese bei Orige-nes, ja die wichtigsten bereits rmHermasvorliegen. Vgl. Bornemann In investigandamonachatus origine quibus de causis ratiohabenda sit Origenis, Gotting. 1885. Ueberdie Schrift von Lucius s. Linsenmann in Tüb.Quartalschr. 1880, 319 ff. A. Ilarnack inHerzogs Real-E. 2 XV 548 ff. krieg.
THERISTRUM (SHputpov), eine im A. T.oft erwähnte Art weiblicher Kopfbedeckung(Schleier), die auch noch von Hieron. InIs. 3, 2 und Isidor. Etym. XIX 25, 6 er-wähnt wird.
0IA2APXAI nennt Lucian der Spötterdie Vorsteher der Christen. Der Ausdruckbezeichnet ursprünglich das Haupt einerjeden Brüderschaft (IKaaot) und besondersder Bacchus-Collegien. Vgl. Augusti Ildb.
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THIERE. Ihre Zugehörigkeit wurde ähn-lich der der Sklaven (s. d. Art. Sklaverei
II 759) im Alterthum, auch bei den Chri-sten, durch ihnen angehängte Bronce-tiifelchen documentirt. De Rossi (Bull.1874, 62 f.) hat einige Beispiele der Artpublicirt, wie das schon von Eabretti5 2 3 369 gegebene, welches zu lesen ist: DL(A)ORTVM |[ OLIBRI Y(iri) C(larissimi)|| SVM PR(a)EFECTI PR(a)ETORIS (1.praetorio) N || OLI ME T || ENERE || NONT || IBI EX || RWdi)PH — CLODI IIHERMO || GENIAN || IVC EX PR II EF-ECTO || VRBI DE (h)0 || ItTVM IP IISIVS || SVM, mit Monogramm des Oly-