Thierkreis — Thüren.
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brius. Ein zweites geht die Basilika des
hl. Paulus an:
« AD BASILICAf«;
APOSTOLI PAYLI ET DDD NNN FI-LICISSIMI VBGOWarii).
THIERKREIS, s. Zodiacus.
THIERSYMBOIIK und THIERBILDER.
Für erstere muss hier auf die einzelnenArtikel wie Adler I 20, Agnus Dei I 29,Ameise I 46, Esel I 431, Fisch I 516,Hahn I 641, Hirsch I 665, Lamm II 264,Löwe II 343, Ochs II 518, Pelikan II 604,Pfau II 615, Pferd II 617, Phönix II 622,Rabe II 681, Schlangenbild II 733, TaubeII 819, Teufel (Drache) II 855, Vögelu. s. f. verwiesen werden.
Als Symbole der Begrabenen sindThiere auf heidnischen und christlichenEpitaphien nachgewiesen {de Bossi Bull.1873, 67; Fabretti 187; Lupi Ep. Sev. 58;Marini bei Preller Regionen d. Stadt Rom179; Bull, archeol. Napol. I. ser. I 94 f.;Annal. d’Ist. di corrisp. arch. 1842, 214;Le Plant Inscr. ehret, de la Gaule I 158;Borghese Oeuvres compl. VI 367), und diebei de Bossi Bull. 1873, tav. VI 2 repro-ducirte Darstellung eines rattenförmigenThieres, welches ein mit dem Kreuz be-zeichnetes Brod (die hl. Eucharistie?) imMaule hat, wird wol auch dieser Kategorieangehören, wenn auch die Beziehung desThieres auf den Namen des Todten —Aurelius Agathopus — immerhin mehr alsdunkel ist. Im Uebrigen ist bekannt, dasstarnen, wie PORCELLA, ONAGER, CA-RRIOLA, auf Grabsteinen zuweilen durchdie ihnen entsprechenden Thiere begleitetwerden (vgl. Bull. 1873, 66 f. 71).
Man wird sich eben sowol bei altclirist-bchen wie bei mittelalterlichen Thierscenenbuten müssen, überall eine symbolischeAbsicht finden zu wollen. Auch de Bossi(Bull. 1867, 81) spricht sich dagegen ausund beruft sich mit Recht dafür auf diebekannte Zurechtweisung, welche der hl.Anus dem Olympiodorus gab, welcher dieInnenwände von Kirchen mit Jagd- und1 ischerciscenen ohne Beziehung auf diebl. Geschichte ausmalen wollte (Act. Conc.Nicaen. II, Lai,he VIII 875; vgl. Boldetti"5 f.; Borgia De cruce velit. p. CXXII).les gilt also wol von dem Bleigefäss ausums welches de Bossi 1. c. publicirt,To?« ^ er Brossel’schen Bleikuppe (Bull.
J. 133, tav. XI 4 ), ebenso von deragdseene auf dem Silberplättchen, wel-ches kürzlich im Sarkophag des hl. Pau-mus zu Trier gefunden wurde und welche,unter Darstellungen des Sündenfalles under Auferweckung des Lazarus gestellt,
von der Inschrift MARTINIANI || MANVSVI(b oder «e)AT begleitet ist (F. Schneiderin Bonn. Jahrb. 1885, LXXVIII, Taf. VII).
Auch Martigny 2 43 giebt zu, dass eineMenge der auf Grabsteinen und Katakom-benbildern vorkommenden Thiere, wieDelphine ( Aringhi I 555. II 303. 315 f.),Vögel (ebd. I 547. 551. 561 f.), Greife(Millin Midi de la France, pl. LXY), See-pferdchen u. s. f., ohne symbolischenBezug als Ornament verwendet wurden;doch neigt er sichp. 44 der Ansicht zu,in den mit dem An-ker oder dem Drei-zack verbundenenDelphinen (vgl. deBossi De mon. Ich-thyn exhib. tab. II 5und unsere Abbil-dung Fig. 497) könne Rg. 497 . Delphin mit
eine versteckte -A.H- Dreizack (de Rossi).spielung auf das
Kreuz gesehen werden. Ich zweifle, obman in der Ausdeutung so weit gehen darf.
Das Nämliche gilt natürlich auch vonden Löwen, Panthern, Bären, Stieren,Hunden u. s. f., welche Asterius von Ama-sea in seiner so hochinteressanten Aufzäh-lung des christlichen Bilderkreises (Hom.de divite et Laz., ed. Comheßs, Par. 1648;vgl. Bull. 1871, 60 f.) als auf gewebtenStoffen dargestellt aufführt. Hier lehntesich die Fabrication der Griechen und Rö-mer gewiss ebenso an diejenige des Orientsan, wie die europäische des MA.s die sara-zenischen Teppiche nachahmte, kraus.
0OAQTA (zuxXoeiS^, '/uXivSptuTa, TpouXXuud)heissen die Kuppelbauten bei den Griechen.
THOXPLATTEX, THOXGERÄTHE, 's.Terracotten II 852.
THOR, s. Thüren.
THROX (flpevoc, thronus), s. die Art.Etimasia I 432, Kathedra II 152 f., Evfipo-viap,oc I 423.
THÜREX. I. Die christlichen Kirchen,die als solche erbaut wurden, hatten regel-mässig drei T., was, seit im 3. Jahrh. dieTrennung der Geschlechter ein- oder durch-geführt wurde, schon durch das praktischeBedürfnis geboten war. Die nördlich vonder Mittelthüre befindliche war für dieMänner, die südliche für die Frauen be-stimmt. Um Unberechtigte abzuhalten,hatten in der lateinischen Kirche dieOstiarier (s. d. Art. Ostiarii II 572) anbeiden T., in der griechischen Kirche ander Männerthüre die Aufsicht, währendin der letztem an der Frauenthüre eineDiakonissin ( Const . apost. II 57) zu dem