Todtenbestattung.
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Fig. 603. Von einem vatican. Sarkophag (Bottari tav. XLII).
(De gl. conf. 106), dass der Leichnam derAebtissin Radegundis ,aromatibus condi-tum‘ bestattet worden, und er erzählt vonkostbaren Kleidern (vestimentum holoseri-cum), in welchenbei Eröffnungvon Gräbern dieLeichen einge-hüllt gefundenworden (De gl.conf. 35). Sicar-dus endlich (MaiSpicil. Rom. V,lib. IX 52) sagt:cum corpus lo-tum fuerit, in-duatur secun-dum statum etordinem suum,
... alicubi vero,maxime divites,sudariis induun-tur, caligis etsutellaribus cal-ciantur. Clericivero tondeanturet radantur, etinduti veste suiordinis sepeliantur. Die Arme legte mangerade ausgestreckt neben den Todten,wie sich aus Tertullian (De anima 29) er-giebt, wo er von der Leiche einer Frauberichtet, die-selbe habe, alsder Priester dasGebet bei ihrbegonnen, ,ma-nus a lateribusdimotas in ha-bitum suppli-cum confor-masse rursum-que conditapacesitui suo reddi-disse*. Daherzeigen die sohäufigen Dar-stellungen derAuferweckungdes Lazarus denTodten uns inTüchern, welchedie eng anliegen-den Arme zu-gleich mit demLeichnam um-wickelt halten,wie man es ja
auch an der bekannten mumienartig ein-gehüllten Leiche in den Katakomben vonS. Callisto sehen kann (vgl. Fig. 503 u. 504).
In den Martyreracten des hl. Tharachus(Ruinart III 38) droht der Richter: nonne
sic te perdam ... ne mulierculae in lin-teamine corpus tuum involvant et unguen-tis et odoribus adornant? Sed, sceleste,iubebo te comburi etc. Wie hier, so wird
uns auch in zahl-reichen anderenFällen von derbesondern Sorg-falt berichtet,mit welcher ge-rade vornehmeFrauen sich desBegräbnissesder Märtyrer an-nahmen, sie, diedurch ihr ' Ge-schlecht wie we-gen ihres Stan-des es eher wa-gen durften, dieLeichname derMärtyrer an denRichtstätten zuerheben, undauch die Mittelhatten, diesel-ben von denHenkern zu kau-fen, um sie dann auf ihren Landgüternbeizusetzen.
Eine förmliche Einbalsamirung, sowieeine Bekleidung mit kostbaren Stoffen
konnte selbst-verständlich imAllgemeinen nurbei vornehmenPersonen, beihohen Kirchen-dienern und be-sonders bei Mär-tyrern stattfin-den; bei Pestund anstecken-den Krankhei-ten musste über-haupt die Ein-balsamirung un-terbleiben. Umdaher in den rö-mischen Kata-komben die Ver-pestung der Luftin den Gängenzu verhindern,legte man dieLeichen in un-gelöschten Kalk,oder fügte instark riechende
Fig. 504. Goldglas (Garrucci Vetri, tav. VIII 7 ).
Flaschen oder TüchernEssenzen dem Leichnam hei, oder brachteaussen an dem Verschluss des Grabes Glas-oder Thongefässe an, die mit solchen, denModergeruch dämpfenden Unguenta gefüllt