Todtenbestattung.
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einige wenige waren in den frischen Mörteleingeritzt, so an dem Grabe des oben er-wähnten Kindes die noch unedirte: MA-XIMA IN PACE VIXIT ANNOS IIIID LYIII.
4) Bei den Römern wurde die Leiche,nachdem sie gesalbt und angekleidet wor-den (defunctorum corpora odoribus acpretiosis vestibus illita et eonvoluta (Lact.II 14, 9), im Atrium des Hauses auf einerBahre (lecto componere) ausgestellt, dasFussende der Eingangsthüre zugewendet(vgl. Marguart Röm. Priv.-Alterth. 351 f.).Diese Sitte wird noch von Durandus (Devit. I 23) als zu seiner Zeit in Paris herr-schend erwähnt: Lutetiae cadaver in ve-stibulo aedium ad ianuam ipsam vulgocollocari solet. In alter Zeit wird dieseswol allgemeiner Brauch bei den Christengewesen sein, und die Leiche wurde so-fort aus dem Hause zur Ruhestätte über-tragen. In späterer Zeit brachte man sieerst in die Kirche, wie es uns Paulinusvom hl. Ambrosius, Gregor. Turon. vonder hl. Pelagia (abluta iuxta morem con-locatur in feretro et in ecclesiam depor-tatur, De gl. conf. 104) u. s. w. berichten.
Die gewöhnlichen Leute wurden nachden auch später wiederholt (so noch vonIulian, Cod. Theod. IX 17) erneuten ge-setzlichen Bestimmungen ,vespertino tem-pore 1 , bei eingetretener Dunkelheit hin-ausgetragen und zwar durch die Yespillones(vgl. d. Art. Fossores) auf einer mit einemKasten verschlossenen Sandapile. In denJahrhunderten der Verfolgung hatten dieChristen noch besondere Gründe, diesenplebeius luctus für ihre Todten, auchwenn sie vornehmen Standes waren, fest-zuhalten, schon um der Anwendung heid-nischer Riten bei feierlichen Begräbnissenauszuweichen. An die Stelle der Vespil-Iones traten die hierfür amtlich angestell-ten Kirchendiener. Später wurde beimBegräbniss vornehmer Christen die höl-zerne Bahre mit kostbaren, golddurchwirk-ten Tüchern überhangen; nach dem Be-richte des Eusebius (Vita Const. IV 66)war die Leiche Constantins sogar auf einergoldenen Area, die mit Purpurteppichenbedeckt war, ausgestellt, während ringsumher auf goldenen Candelabern Lichterbrannten; die Leiche selbst war mit denkaiserlichen Insignien angethan. Bei derTranslation von Personen, die im Rufe derHeiligkeit gestorben waren, stritten sichhochstehende Männer und selbst Bischöfeum die Ehre, die Leiche tragen zu dürfen,wie bei der Bestattung der hl. Paula(Jlieron. Ep. 27: translata episcoporummanibus et cervicem feretro subicientibus)und der hl. Macrina ( Gregor. Nyss. VitaMarcinae: uiroßat vrg vXvrrg rpb, xaxstvov
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5) Bevor die Leiche aus dem Hausegetragen wurde, sprach der Priester dieGebete der Kirche über dieselbe, wie sichschon aus Tertullian (De anima c. 29) er-giebt: cum morante adhuc sepultura in-terim oratione presbyteri (cadaver) com-poneretur.
Auf dem Wege zur Ruhestätte wurdenbestimmte Psalmen gesungen, die in denConst. apost. (VI 30), sowie beim hl. Cliry-sostomus (Hom. 4 in Hebr.) angeführt wer-den. Nach jenen waren es die Psalmen115, 114 u. 111, nach diesem die Psalmen115, 22 u. 33, und Chrysostomus giebtzugleich den Grund für diesen Psalmen-gesang an: Deum glorificamus et gratiasei agimus, quod eum, qui excepit, iamcoronavit. Victor von Utica (De persec.Vandal. lib. I) beklagt es als eine derdrückendsten Verordnungen des Vandalen-königs, dass die Christen ihre Todten ohneGesang begraben sollten: quis sustineatatque possit sine lacrymis recordari, dumpraeciperet mortuorum corpora defuncto-rum sine solemnitate hymnorum cum si-lentio ad sepulturam perduci? Selbst inZeiten heftigster Verfolgung Hessen sichdie Christen dieses Recht nicht nehmen,wie wir aus dem Begräbnisse des hl. Cy-prian ersehen, der ,cum voto et triumphomagno 1 bestattet wurde. Aehnliches be-richtet uns Eusebius (VII 16) vom SenatorAsturius, der die Leiche des MärtyrersMarinus ,magnifico cultu ornatum decentitradidit sepulturae 1 . Besonders interessantist die Schilderung des Begräbnisses deshl. Petrus von Alexandrien ( Mai Spicil.III 689): victricia signa palmas gerentes,flammantibus cereis, concrepantibus hym-nis, fragrantibusque thymiamatibus coe-lestis victoriae triumphum celebrantes de-posuerunt sacras reliquias et sepelierunteas in coemeterio.
Dass wenigstens in späterer Zeit sichselbst die heidnische Sitte der Praeficaeals Klageweiber in die christlichen Be-gräbnisse eingeschlichen hatte, ersehen wirnicht nur aus den scharfen Worten, mitwelchen der hl. Chrysostomus gegen diesenMissbrauch eifert (Hom. 32 in Matth.:(oairsp aoS^aai xö eyxX^pa arsoSiov, xat flprj-vipöobc fjptv dyeif sXX-qvt'Saf Y’jvaTV.a;, £$dirxiovxb nevfloc xal xov xapvovxa StEfstpiov), sondernauch aus den Verordnungen der Concilien,z. B. des Tolet. II, can. 22: qui ah hacvita recedunt, cum psalmis tantummodoet psallentium vocibus debent ad sepulcradeferri. Nam funebre carmen, quod vulgodefunctis cantari solet, vel in pectoribusse aut proximos aut familias caedere,