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Todtenbestattung.
lige Augustinus aus (De mor. eccl. c. 34),,qui luxoriosissime super mortuos bibantet epulas cadaveribus exhibentes supersepultos se ipsos sepeliant et voracitatesebrietatesque suas deputent religioni. 1 Da-rum lobt er seine Mutter (Gonf. VI 2):sed illa cum attulisset canistrum cum so-lemnibus epulis praegustandis atque lar-giendis, plus etiam quam unum pocillumpro suo palato satis sobrio temperatum,unde dignationem sumeret, non ponebat.Und wenn der Manichäer Faustus denVorwurf erhob: ,sacrificia eorum (gentilium)vertistis in agapes ... defunctorum umbrasvino placatis et dapibus 1 , so entgegnet ihmzwar Augustinus: ,dapes nostrae pauperespascunt 1 (Contra Faust. XX 4. 20); alleindie einmüthige Klage der Väter des Orientswie des Occidents lässt es doch aussserZweifel, dass die Todtengelage in Frassund Völlerei, wie sie bei den heidnischenBestattungen und Anniversarien gewesen,nur zu sehr in die Kirche mit herüber-genommen worden waren, und zwar nichterst in der nachconstantinischen Zeit desSittenverfalls, sondern bereits viel früher,wie sich schon aus Tertullian (De resurr.carnis c. 1) ergiebt: ipsos defunctos atro-cissime exurit, quos postmodum gulosis-sime nutrit (vgl. De test. animae c. 4).
Ausser den Jahrestagen galt der dritte,siebente und dreissigste Tag nach demTode als im Besondern dem Gedächtnissund dem Gebete für die Verstorbenengeweiht, wie sich aus der altrömischenLiturgie (Muratori 1. c. 762) ergiebt: missadierum (a) depositione defuncti tertii,septimi, trigesimi et annualis. Und dasGleiche lehren schon die Const. apost.(VIII 42), indem sie zugleich den Grundfür jene Sitte angeben: £~it£AeGJ)<o 8s xpi'xaT(Sv -/.sy.oip.T)|J.evtov, £v tpaXp.o7c xai ävapauaeaixai rapsu-^raTc, 8ia xöv 6ia xpitüv rj|j.sptöv i-yep-Osvxa • xat l'waxa, sic uT:op.vrjaiv xtüv Treptovxiovxat xüiv '/sy.oip-T|]j.svo)v ■ xat xsaaapaxoaxa xaxax8v TaXatov xu-ov ■ Mtuarjv ^ap ouxmc 6 Xsoiceixsvfirjaev. Kat Ivtaoxta u~ep pivsiac aöxoö(vgl. Ringham XXIII, § 19). — Wie eifrigaber überhaupt die Gläubigen waren, durchGebet und Psalmengesang am Grabe derIhrigen das Andenken derselben zu feiern,lehrt uns eine merkwürdige Inschrift vomJ. 373 (de Rossi R. S. III 499): SANCTI-QVE TVI MANES NOBIS PETENTI-BVS ADSINT VT SEMPER LIBENTER-QVE SALMOS TIBIQVE DICAMVS.Daher fügte auch der hl. Paulinus Nol.der Basilika des hl. Felix eigene Kapellenan, welche ,memoriis religiosorum ac fa-miliarium accommodatos ad pacis aeternaerequiem locos praebent 1 (Ep. XXXII 12).Ueberhaupt hatte die Anlage der subdia-lischen Friedhöfe in der Umgebung der
Kirchen und Basiliken, sowie die Bestat-tung im Vorhofe und im Innern derselben,neben dem Wunsche, nahe bei den Re-liquien eines Märtyrers zu ruhen, gewissauch den Zweck, beim Besuche des Gottes-dienstes häufiger der Verstorbenen zu ge-denken, ihre Ruhestätte mit Kränzen undBlumen zu schmücken und mit kostbarenSalben zu begiessen, wie Prudentius sagt(Cath. X 169):
nos tecta fovebimus ossaviolis et fronde frequenti,titulumque et frigida casaliquido spargemus odore.
Die Heiden feierten alljährlich in denTagen vom 13. bis zum 22/Februar dieParentalia als Andenken an alle Verstor-benen; der letzte Tag hiess Caristia oderCara cognatio, weil an demselben die An-gehörigen sich zu einem heitern Mahleversammelten, ,hilares, sine querela, sinebile‘ (vgl. de Rossi R. S. III 476). Auf diegleiche Sitte bei den Christen spielt auchder hl. Augustinus an, indem er in demobigen Bericht über seine Mutter fort-fährt: et cum multae essent quae illomodo videbantur honorandae memoriaedefunctorum, idem ipsum unum (pocillummater) quod ubique poneret circumferebat.An einer andern Stelle (De cura pro mor-tuis gerenda c. 4) spricht er ausdrücklichvon den durch die Kirche ,generali com-memoratione* angeordneten Gebeten, ohnedass dabei ein bestimmter Name genanntwurde, für alle, welche in der Gemein-schaft des katholischen Bekenntnisses ge-storben seien, damit auch diejenigen, welcheniemand haben, der für sie bete, diesenDienst von der Einen gemeinsamen Mutterempfangen, ,ab una eis exhibeantur piamatre communi 1 .
Wahrscheinlich fiel dieser ,Allerseelen-tag 1 bei den Christen mit dem heidnischenFeste der Parentalia, speziell mit demletzten Tage derselben zusammen, und daauf den gleichen Tag das Fest der CathedraPetri begangen wurde, so nannte manletzteres Dies s. Petri epularum. Gegenden heidnischen Aberglauben, welcher sichdabei einmischte, musste noch das Concilvon Tours vom J. 567 einschroiten, indemes Diejenigen tadelt, ,qui in fostivitates. Petri apostoli cibos mortuis offerunt etpost missas redeuntes ad domos propriasad gentilium revertuntur errores et postcorpus Domini sacratas daemoni escasaccipiunt 1 (Conc., ed. Mansi IX 790).Die jetzige Feier des Allerseelentages am2. November hat bekanntlich erst im10. Jahrh. durch den hl. Odilo, Abt vonClugny, ihren Ursprung erhalten.
Ein altrömisches Gesetz versagte den