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Verkündigung Mariae.
erklärte: anno XI imperatoris vel archi-episcopi, anno 595 Christi; unter dem-selben die Worte: SALVS MVNDI. Zubeiden Seiten des Kreuzes ragen Mosesund Elias, mit ihren Namen bezeichnet,
Es fragt sich nun, wann*das Sujet be-ginnt, in den Bilderkreis der christlichenKunst einzutreten. Man glaubte sich fürdas Vorkommen desselben im 4. Jahrh.auf zwei poetische Schilderungen berufen
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Fig. 516. Mosaik ans S. Apollinare in Classe zu Eavenna.
aus den Wolken hervor; etwas tiefer er- jblickt man, durch drei Lämmer symboli-sirt, die drei Apostel, welche Zeugen derV. C. auf dem Tabor gewesen. Untensteht, ebenfalls mit dem Namen bezeich-net, der hl. Apollinus zwischen zwölfLämmern (s. d. Art. Lamm II 264; vgl.noch zu dem Bild F. Bock in A. Z. 1883,Nr. 361). Das Mosaikbild der V. C. inder Kirche S. Nereo e Achilleo zu Rom(Ciampini 1. c. tab. XXXVIII; Garruccitav. CCLXXXIV) ist aus dem 8. bis9. Jahrh., gehört also nicht mehr unsererPeriode an.
Die von Martigny aus Millin angezogeneDarstellung des Sujets auf einem Sarko-phage aus Ostia können wir nicht alssolche constatiren. heuser u. kraus.
VERKihDIGUAG MARIAE. Das Festder V. M. ist oben I 496 besprochen undseine Entstehung daselbst in das Endedes 4. Jahrh. gesetzt worden. Indessenist dies keineswegs allgemein zugegeben,und von der africanischen Kirche scheintwenigstens festzustehen, dass sie bis zuAugustins Tod (28. Aug. 430) kein Marien-fest feierte: das alte Kalendarium vonKarthago, welches den Hintritt des grossenKirchenlehrers erwähnt, sagt nichts voneinem Marienfeste ( Migne Patr. Curs. lat.XXXIX, col. 2103; Serm. CXCIV Not.).Ebenso erwähnen die ältesten, noch dem4. Jahrh. angehörenden Pilgerschriften,wie das Itinerarium des Pilgers von Bor-deaux und die Peregrinatio Paulae (vgl.Tobler Palaestinae descript. etc., St. Gallen1869), nichts von der Verkündigungsstätteund besonders sie verherrlichenden Denk-mälern.
zu können, welche sie erwähnen: auf d i eDisticha s. Ambrosii de diversisr e b u s ( Ambros. Opp., ed. Ben., Paris. 1603,V 362), wo es heisst:
,angelus affatur Mariam quae parca loquendiora verecundo soluit suffusa robore 1 ,
und auf des Prn tfewUwsDittochaeon (Carm.,ed. Dressei n. 25), wo ebenfalls GabrielsErscheinen bei der Jungfrau geschildertwird. Indessen ist die Authenticität desAmbrosius zugeschriebenen Gedichts nichtausgemacht, im Gegentheil unwahrschein-lich, und betreffs des Dittochaeon ist frag-lich, ob dasselbe eine Schilderung nachdem Dichter bekannt gewordenen Bild-werken, oder, wie Hach (Die Darstellungender V. M. im christl. Alterth., in LuthardtsZtsclir. f. kirclil. Wissensch., Lpz. 1885,VII 390 f.) annimmt, nur ,eine Zusammen-stellung der gewöhnlich in Verehrung be-suchten Stätten, und zwar in chronologi-scher, nicht in topographischer Reihen-folge 1 , durch welche Prudentius etwa Pilgerzur Begeisterung entflammen wollte, gebenwollte. Hach hat,a. a. 0. dann weiterden Nachweis zu liefern unternommen,dass, wie aus litterarischen Quellen vordem Concil zu Ephesus (431) keine Dar-stellung der V. M. nachweisbar sei, soauch die Denkmäler eine solche vor jenerEpoche nicht aufweisen. Schon vor ihmhatte Rohault de Fleury (La ste. vierge,Par. 1878, I 77) zugestanden, dass er,i abgesehen von dem gleich zu erwähnenden! Gemälde in S. Priscilla, keine frühereDarstellung des Sujets kenne, als dasMosaik Sixtus’ III in S. Maria Maggiore! zu Rom.
Jenes Bild von S. Priscilla (s. uns.