Verleugnung Petri.
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mit dem Scepter, vor ihr. Beide ohneNimbus.
8) Elfenbeinbuohdeckel in Paris{Garrucci tav. CCCCLYIII 2 ). Engel, ge-flügelt und mit Nimbus und Scepter, stehtvor der ebenfalls mit dem Nimbus ge-schmückten, in einem geflochtenen Stuhlsitzenden Madonna, welche die Spindelwieder in der Linken hält.
9) Elfenbein der Sammlung Tri-vulzi, Mailand ( Garr . tav. CCCCLIX 1 ).Engel und Maria ohne Nimbus. DerEngel, ungeflügelt, aber mit dem Scepter,Maria mit der Spindel, stehend. Man vgl.Bugati a. a. 0. 27G; Rohault de FleuryI 78, pl. IX.
10) Mosaik aus der Zeit Leo’s III inS. Nereo ed Achilleo in Rom ( Garruccitav. CCLXXXIY): Engel mit Flügel undScepter, Maria sitzend mit der Spindel,beide mit Nimbus.
11) Elfenbeinpyxis der ehemaligenHahn’schen Sammlung in Hannover,wol nach Paris verkauft ( Hahn Fünf Elfen-beingefässe etc. 15 f., Taf. II 2 ; WestwoodCatai. 453).
Endlich sei noch erwähnt, dass einlängst zu Grunde gegangenes Werk, einesder von Choricius beschriebenen Wand-gemälde der Sergiuskirche zu Gaza ( Clio-ricii Gazaei Orat., ed. Boissonade 91)ebenfalls die Scene, wo Maria Wolle spinnt,erwähnt; welche Nuance der Darstellung,ob die mit der Spindel oder mit demKorb, hier veranschaulicht war, lässt sichindessen nicht, wie Th. Hach (431) an-nimmt (er findet bloss die Spindel er-wähnt), dem Ausdruck des Textes: raXoc-aioop7ou37) TreptTU'/cuv entnehmen. Die Ent-stehungszeit des Bildes fällt jedenfallsnicht vor Iustinian d. Gr.
Diesen auf die Apokryphen zurück-gehenden Darstellungen lässt sich nureine einzige der altern Zeit entgegen-stellen, welche einfach das Lucasevange-lium benutzt: es ist eine Elfenbein-platte von einem Kästchen oder Buch-deckel in der Bibi, nationale zu Paris(Lenormant Tresor de ÜJTumismatique et deGlvptique. Recueil general de basreliefset d’ornements, II 5, pl. IX; Itohault deFleury L’Evangile, etudes iconogr. et arcli.,Tours 1874, pl. VII 3 ; Westwood Catai.n. 108—109 u. p. 495), welche zwischendem 5. und 7. Jahrh. entstanden sein wird.
Herr Th. Hach hat seine Behauptung,dass vor dem Ephesinum 431 keine Dar-stellung der Verkündigung versucht wurde,auch durch den Nachweis zu unterstützengesucht, dass früher als 431 keine Kircheaut den Titel der hl. Maria geweiht odernach ihr genannt wurde. Er hebt hervor,dass Titel von Kirchen ausser der ,Ana-
stasis‘ von den Pilgerberichten des 4. Jahrh.noch nicht erwähnt werden und erst Theo-dorus (Palaest. descript., ed. Tobler 34 f.)um 530 das ,Haus des Kaiphas, welchesjetzt eine Kirche ist“, kennt und von einervon Kaiser Anastasius (491—518) gebauten,Kirche des hl. Johannes des Täufers“ undeiner ,Basilika der hl. Maria“ im ThalJosaphat, wo auch ihr Grab sei, spricht.Die Marienkirchen Constantinopels (s. obenI 141) will er nur als spätere Dedicationengelten lassen. Ich glaube, dass das we-nigstens für diejenige in Chalkoprateionnicht zutrifft, und wol ebenso wenig fürdie zu den Blachernen. Die Translationder hl. Zona (vgl. dazu meine Beiträge zurTrier’schen Areh. und Gesch. I 143 f.)hat aller Wahrseheinlichkeit nach zur erstenBenennung einer Kirche nach der heiligenJungfrau sofort Veranlassung gegeben,wie das schon im 6. Jahrh. von TheodorusLeclor (II. e. I, Ducange CP. Christ. IV 2,n. 24) erzählt wird.
Wie das spätere byzantinische MA. dieV. M. darstellte, lehrt das Mal er buchvom Berge Athos (Deutsche Ausg.§ 209. 400) und das Menologium desBasilius (ed. Älbani, Urbin. 1727, III,25. Mart.). Man vgl. dazu weiter HochsMonographie a. a. 0. 441 f., deren Resul-tate ich im Vorstehenden nicht in ihremganzen Umfange acceptiren konnte, wäh-rend ich ihr gern das Verdienst zuspreche,den Gegenstand zuerst systematisch be-handelt und nach allen Seiten gefördertzu haben. kraus.
VERLEUGNUNG PETRI. Zwei "Scenen,welche auf dieses Factum Bezug haben,werden in der altchristlichen Kunst dar-gestellt : dieVorhersagungderV. P.und der Eintritt derselben, alsoPetrus gegenüber der Magd (welche dieTradition Ballita nennt, Tillemont Mem.Art. S. Pierre 3); die Begegnung Christimit dem reumüthigen Apostel nach derVerleugungkommt auf unsern Denkmälernnicht vor. Die Voraussagung der V. P.ist öfter auf Sarkophagen ( Garrucci tav.CCCXVIII *• 5 . CCCXIX 1 - 4 . CCCXX 1 .CCCXXI 3 . CCCXXX 5 . CCCXXXIV 1 - 3 .CCCXTA CCCLII 1 . CCCLIII 1 . CCCLX 1 - 2 .CCCLXVI CCCLXXIV 3 . CCCLXXXII'),weiter auf der Holztliüre von S. Sabina(tav. ID 7 ); auf einem Gemälde ist sie nureinmal nachgewiesen (Bull. 1863, 76, Frescoin S. Ciriaca, s. Fig. 519). In drei Fällensieht man ausser Christus und Petrus nocheine dritte Person, wol einen der Jünger,dargestellt (tav. CCCLIII 1 . CCCLXIV>.CCCLXXIV 3 ). Petrus ist meist mit demdas Schweigen betheuernden Gestus dar-gestellt, indem er einen Finger gegen den