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Zweiter Band. I - Z.
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Weihwassergefasse.

fassen, runden Muscheln oder Marmor- 1 byzantinischen Zeit, welche feststandenbecken, welche, von einer Säule getra-iund ohne Zweifel am Eingang der Kir-gen (eine aus Praetextat tav. 1 35 ), am ■ chen aufgestellt waren. So auf der vonEingang einiger Katakomben-Cubicula ge-! den Venetianern in Constantinopel erbeu-

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Fig. 632. Bleigefäss aus Tunis (de Rossi).

funden wurden, und womit das Yorkom-men von Weihwassergefässen in den Coe-meterien erwiesen wäre. "Wenn, wie deBossi (Bull. 1867, 80) annimmt, die Bene-diction des Wassers und der liturgischeund Privatgebrauch der Aqua benedictabereits Eingang gefunden hatten, so kanndas Auftreten derartiger Gefässe in denKatakomben nicht überraschen. Eine Säule,welche ein solches Gefäss getragen zu ha-ben scheint, ist auch in einer der Kata-komben von Chiusi constatirt ( CavedoniCimit. di Chiusi 20). Meiner Vermuthungnach ist auch die Mehrzahl der sog. Phialaecnientae (s. d. Art. II 620) mit Weihwassergefüllt gewesen. Wie die Gefässe beschaf-fen waren , aus welchen ursprünglich dieGläubigen beim Eintritt in die Kircheaspergirt wurden, ist nicht mit Bestimmt-heit zu sagen; doch vermuthe ich, dasssie ganz dem Crater adspersorius, einemoffenbar bei Libationen gebrauchten Ge-fäss, glichen, welches in einem antiken(etruskischen?) Grabe zum Vorschein kamund welches Passeri (Selecta monum. erud.antiq., diss. IX, Florent. 1750, 289, tab.VI *) herausgab. Das hier Fig. 532 ge-gebene, von de Bossi (Bull. 1867, 77 f.)zuerst abgebildete Bleigefäss aus Tuniswird in das Ende des 4. oder den Anfangdes 5. Jahrh. zu setzen sein (ebd. 87) undhat die an Isai. 12, 8 (haurietis aquas defontibus Salvatoris) anklingende Inschrift,ANTAHCATE YACOP M£T EYOPOCYNIIC.'Dieselbe oder eine verwandte Inschrift 1begegnet uns auf Weihwasserbecken der

teten und nach Murano gebrachten, zu-erst von Paciaudi (De sacr. baln. 2 161,tab. VI; vgl. uns. Fig. 533; dann, etwasverschieden und mit einem aus Akanthus-blättern gebilde-ten Deckel ver-sehen , bei Ma-billon It. Ital. 24reproducirt) pu-blicirten Urne; aus parischemi Marmor, wo man, liest: -j- ANTAH-CATAI (dvtXf|(TaTs)

1 TACOP META EY-j <1>P0CTNUC OTI

OCONII KT (y.u-ptou) EIII T0i)NYAATCON ( hau-

rite aquam cumgaudio, quoniamvox Domini super

aquas; vgl. Is. 12, 3; Ps. 28, 3). Aufeinem Bronce-Eimer des Museo Gaddiin Florenz ist der letztere Theil dieserInschrift wiederholt (-)- <I>6)N11 KP £111TtON TAATCON 0EOC TUC A03HC EBPON-TIICE P — vox Domini super aquas: Deusgloriae intonuit; Gori Inscript. Etrur. III.app. p. 12, n. 12; Bull. 1. c. 80). Etwasspäter tritt auf byzantinischen Weihwasser-becken ein anderer (anagrammatischer)Text auf: NITON AN0MI1MATA MII M0-NHN (PF1N — wasche die Sündenab, nicht bloss das Gesicht. Bei-

Fig. 633. Becken in Murauo.