Wein.
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spiele davon aus älterer Zeit geben dieGefässe, welche Gruter (Inscript. 1047 9 ),Bosioeyd (Paulin. Opp. ed. Yeron. 882),Kirchhoff (eines in S. Sophia in CP., zweiin dem griechischen Kloster Mauromolosam thracischen Bosporus; vgl. dazu C. I.Gr. n. 8940, de Eossi Bull. 1867, 80 unddie dort angeführte Reiselitteratur), Mar-tigny Dict. 263 (aus Autun, vor einigenJahren gefunden und wol aus Byzanz nachGallien gekommen) veröffentlichten.
Zu erwähnen ist hier weiter das im Domzu Syrakus bewahrte und als der Tauf-stein, in welchem der Apostel der Stadt,der hl. Marcianus, die Heiden getauft habe,angesehene Becken, welches Gaetani ( Caie-* .tani Isagoge ad hist. sacr. Sicul., Panorm.1707, 4°, Fig. 13) zuerst schlecht abbil-dete, das dann Torremuzza (Sicil. et adiae.Insul, vet. inscr., nov. coli., Panorm. 1769,239, cl. XXYII ’) neu edirte und in Ueber-«instimmung mit Paciaudi (1. c. 160) alsWeihwassergefäss erwies. Es trägt dieAufschrift: ANA0HMA I£P0T BA1TTI2MA-T02 Z02IM0T 0EQAQPON . .. TON KPA-THPA . .. (donarium sacri baptismatis Zo-■simi Deo donurn hoc vas . . .). Die Syra-kusaner Tradition lässt das Becken ausden Katakomben stammen.
Interessant ist endlich die Abbildung■eines Weihwassergefässes auf einem Mo-saik von S. Vitale in Ravenna ( Neale Eas-tern Church 215; Smith and Cheetham Dic-tionary of Christ. Antiq. I 406), wo manauf einer kurzen Säule ein dem obenabgebildeten ähnliches Becken sieht, in■dessen Henkel ein dem unsrigen ganz ähn-liches Aspergillum steht.
Für die frühmittelalterlichen Gefässe■dieser Art muss auf Otte Hdb. d. christl.Kunstarchäol. 5 I 261 f. 393 f.; Hahn FünfElfenbeingefässe des frühesten MA.s, Han-nover 1862, verwiesen werden. Ob unterden altchristlichen Elfenbeinpyxiden,welche I 404 f. aufgezählt sind, die eine•oder die andere (vielleicht die BerlinerI 409?) als Weihwassergefäss gedient hat,sei dahingestellt; jedenfalls erscheint esmir nicht ausgeschlossen. kraus.
WEIN. Obschon die hl. Schrift im Fallewar, zu allererst die schädlichen Wirkun-gen des Weines constatiren zu müssen>(Genes. 9, 21), so konnte sie doch nichtumhin, auch die vortheilhafte Seite des-selben hervorzukehren, ihm namentlich•die Erheiterung des Gemüthes zuzuschrei-ben (Ps. 103, 15): eine Eigenschaft, die■durch den bekannten Vorfall zu Kana<Joh. 2, 1 f.) eine feierliche Bestätigungerhielt. Inwiefern und innerhalb welcherGrenzen der W. als Mittel zur Aufhei-terung dienen kann und darf, hat der
hl. Paulus durch den bekannten, dem Ti-motheus gegebenen Rath klar genug an-gedeutet (I Tim. 5, 23). Dem entspre-chend soll der W., da er vorzugsweisebestimmt ist, dem physisch geschwächtenMenschen als Arznei zu dienen, ,nichtdes angenehmen Genusses halber, sondernwegen Entkräftung, nicht übermässig zumVergnügen, sondern sparsam als Heil-mittel“ getrunken werden ( Ambros . Ep. 62ad Theod. n. 27). Damit man aber nichtmeine, der hl. Ambrosius gestatte den W.bloss als Arznei, muss man die Vor-aussetzung, von der er ausging, ins Augefassen. Ihm zufolge ist die Wirkung desWeines seit der Sintflut eine andere ge-worden, indem er die Natur eines Prüf-steines angenommen hat (1. c.: vinum postdiluvium iustus ad tentationem sui repe-rit), dem deshalb der Gerechte wohl thut,soviel als möglich aus dem Wege zu gehen.,Wie gewaltig,“ ruft er anderswo aus, ,istdoch des Weines Wirkung! Ihn (Noe),den die Flut nicht entblösste, hat der W.entblösst“ (De virg. I 8). Wie nöthig je-doch die Vorsicht betreffs dieses geistigenGetränkes sein mag, so hält doch Ambro-sius den mässigen Genuss desselben inkeinem Falle für bedenklich oder uner-laubt: et vinum bibere licet, sed pluri-mum non decet (De vid. c. 11). Selbsteiner Jungfrau, die noch in voller Blüteihres Alters stand, untersagte er den W.keineswegs. ,Wenn indessen,“ schreibt er,,der Glaube auch gefestigt ist, so erwecktdie Jugend doch Besorgniss. Darum sei■mässig im Genuss des Weines, damit dudie Gebrechlichkeit des Körpers nicht ver-mehrest, seine Begierde nicht aufreizest,denn in gleicher Weise schürt diese derW. und die Jugend“ (De virg. III 2). Ansich ist also der Gebrauch des Weinesstets erlaubt, der Missbrauch stets ver-boten. Und da auch andere Kirchenschrift-steller, die unsere Frage berührten, sichähnlich ausgesprochen haben (vgl. Clem.Alex. Paedag. II 2), so ist von W.-Ver-boten, denen man bei verschiedenen Hä-resieen der ältern Zeit begegnet, auf demBoden der Kirche keine Spur zu finden.So sehr u. A. die Constit. apost. die Prie-ster und Diakonen vor Unmässigkeit war-nen, fügen sie doch hinzu: ,dieses abersagen wir nicht, dass sie gar keinen W.trinken sollen, denn sonst würden sie dem,was Gott geschaffen hat zur Freude, Un-ehre anthun; aber betrinken sollen siesich nicht“ (VIII 44).
Eine ganz vorzügliche Verwendung fin-det der W. als Materie des eucharistischenOpfers (vgl. die Artt. Aquarii I 72 undEucharistie I 433). Der eucharistischeW. muss natürlicher W. sein, gleich-