Weinrebe und Weinstock.
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cherches sur l’hist. de la parabole de lavigne aux premiers siecles ehret., Par. 1869.
Eine Bezie-hung auf Joh.15, 1 liegt je-denfalls vor,wenn Wein-trauben auf ei-nigen antikenLampen einenKranz bildenum den gutenHirten ( AringhiII 646), oderum das Mono-gramm Christi{Beilori Ant. lu-cerne III 23),oder wenn rei-ches Rebgewin-de den gutenHirten umgiebt,wie auf einemFrescogemälde aus den Katakomben (beiBottari tav. LXXIY, s. unsere Fig. 534),oder wenn Wein-ranken auf Kreu-zen Vorkommen,wie auf dem be-rühmten Stations-kreuz im Yatican{Borgia De cruceVaticana) und aufdem Mosaikkreuzin S. Clemente zuRom. Bartoli giebt (Mon. Aquil.) eineZeichnung aus Aquileia, wo fruchtbehan-gene Weinreben das Kreuz umgeben.Hieronymus berichtet von dem PriesterNepotian, ,qui basilicas ecclesiae . . . flo-ribus et arborum comis vitiumqne pam-
pinis adumbra-
Fig. 535. Von einem Epitaph desJ. 398 (de Rossi Inscr. I, n. 465).
Fig. 538. Aus der Basilika zu Te-bessa (Heron de Villefossebei Martigny* 798).
Fig. 53G. Von einem Epitaph (bei Marangoui Actas. Victorini, Appcnd. p. 112).
Fig. 637. Aus der Basilika vonTebessa (ebd.).
vit‘ (Epist. adHeliod.).
Die von Mo-ses ausgesand-ten Kundschaf-ter brachten alsSymbol derGüte des ihnenvon Gott ver-heissenen Lan-des Kanaaneine Rebe mitihrer Traube(Num. 13, 24).
Es lag daherfür die Christennahe, der Rebesich zu bedie-nen als Zeichendes Landesihrer Yerheis- i vergleicht den
sung, des Pa- f\radieses, wieauch wirklichdie christlicheKunst sich je-nes Sujets be-mächtigt hat;s. Garrucci Ve-tri tav. II 9 undMülin Yoyagedans le midi dela Fr. pl. LIX 3 .
XX XVIII 6 .
Darum dieWeinrebe häu-fig auf Grab-steinen {LupiSev. Epitaph.
182; Fabretti581); auch aufeinigen Epita-phien aus Lyon
{Boissieu 511, pl. XXX; 595, LIY; 602,LXX). Ferner auf Sepulcralurnen in rö-mischen Coemeterien {Bottari I'). De Rossi(Inscr. Christ. Rom.I 201) giebt eineInschrift mit ei-nem Weinstock (s.uns. Fig. 535).
Dass die Seeledas Land derchristlichen Ver-heissung schon er-reicht hat und sichschon an den Früchten des ewigen Lebensnährt, ist angedeutet, wenn die Taubenan den Rebfrüchten picken, wie auf einemGrabstein aus den Katakomben {Maran-goni Act. s. Vic-torini 3; s. uns.
Fig. 536), eben-so auf demSarkophag derGalla Placidia{Ällegranza Mo-num. di Milan,tav. II) und öf-ters. Xach Hie-ronymus (InArnos 9) undAugustin (In Ps.
8) gilt die Rebeauch als Sym-bol des Mar-tyriums aufGrund von Deu-ter. 22, 14, woder Wein dasBlut der Rebegenannt wird;
Clemens Alex.
Fig. 539. Vom franz. Kirchhof inTebessa (ebcl.).