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7. Der Yesuv (Die Ausbrüche),
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und sich einbetten, ausgeworfene können inheissere Theile der Lava zurückfallen, wie-der geschmolzen werden etc.
Trachytische Tuffe bilden das Fun-dament des Vulkans und sind ein baldfester, bald loser verbundenes Aggregatvon feinstem Trachytgrus, Bimsstein-stücken, dunklen Leucitophyrschlacken,losen Krystallen von Augit, Sanidin-Feldspat u. a., verschieden in Konsi-stenz und Bildung, je nachdem sie dasProdukt untermeerischer Eruptionensind oder in die Luft geschleudert undbeim Niederfall geschichtet wurden.Der graue Tuff enthält Einschlüsse von(zuweilen magnesiareichen) Kalkstückenmit gerundeter Oberfläche, oft von Faust-grösse, dicht, oder halbkrystallinisch,auch wasserhaltige Kalke und Dolomit.Diese Findlinge, von weisser, grünlicher,bläulicher, gelblicher, aschiger Farbe,werden in Neapel zu den bekanntenLava - Arbeiten verwandt, zu allerleiSchmucksachen, Medaillons, Statuetten,welche als Produkte der Lava del Ve-suvio in Neapel , oft trefflich geschnitten,in einer Reihe von Magazinen verkauftwerden. — Diese Kalkblöcke scheinenBruchstücke des Apennins zu sein,welche durch die vulkanischen Aus-brüche losgerissen und verändert wur-den. (Bei den neueren Ausbrüchen sindKalkauswürflinge eine grosse Selten-heit.) In den krystalliniscken Kalk-einschlüssen finden sich oft ausgeschie-dene schöne krystallisirte Mineralien.Wo der graue Tuff (namentlich desSommarings) entblösst ist, werden dievon den Mineralienhändlern zu Re-
sina und Portici sehr gesuchten sogen.» Auswürflinge « gefunden, am leichtesten,wenn heftige Regengüsse die locke-ren Tuffmassen ausgewaschen haben.Schlägt man jene Sommablöcke auf, soenthalten sie oft eine köstliche Prachtschönfarbiger, glänzender, flächenrei-cher Krystalle.
Folgendes sind die Vesuvmineralien(nach der Aufzählung von G. vom Rath):Periklas, Zirkon, Spinell, Magneteisen, Oli-vin, Hmnifc, Wollastonit, Äugit, Hornblende,Biotit, Granat, Vesuvian, Sarkolith, Mejonitund Mizzonit, Humboldtilith, Leucit, Ne-phelin, Sodalith, Hauyn, Anorthit, Oligo-klas, Sanidin, Orthit, Gismondin, Phillipsit,Titauit, Apatit, Kalkspat, Arragonit, An-hydrit, Flussspat*, ferner kommen als Selten-heiten vor: Blende, Bleiglanz, Eisenkies,Magnetkies, Graphit.
Die Bomben des Vesuvs bilden fiir denVesuv unter allen tliätigen Vulkanen eineeinzigartige Erscheinung, um so auffallen-der, als sonst für die Vulkane (z. B. denAetna ) die Armut an mannigfachen undschönen Mineralien charakteristisch ist.(Merkwürdigerweise wurde auf 3 QM. umden Vesuv eine grössere Zahl [82] einfacherMineralien gefunden als auf irgend einergleich grossen Stelle der Erde.)
Die fossilen Meerschalen, die man inausgeworfenen Sandsteinfragmenten undTuffen in den älteren Partien des Vesuvsgegen Neapel hin gefunden hat, bis 290 ra.ü. M. (besonders beim Rivo di Quaglia , nahebeim Fosso grande), gehören lauter nochgegenwärtig im Mittelmeer lebenden Speciesi an; sie sind in Fragmenten von Tuff undSandstein eingebettet, die in einer frühemPeriode in die Luft geschleudert wurdenund dann in die alten Tuffe kamen (wiedie Stärke von Dolomit und anderen demBerg fremden Felsarten). Sie beweisen nur,dass einige der früheren Eruptionen durchTuffe marinen Ursprungs brachen, wie die-jenigen, die man zwischen Neapel und demVesuv findet.
B. Die Ausbrüche (Geschichte des Vesuvs).
Der jetzige Vesuv scheint während jenerfurchtbaren Katastrophe um das Jahr 7!)n. Chr. entstanden zu sein, als Pompeji ,Herculaneum un i Stahiä zu Grunde gingen(S. 4)0) und seine jetzige Höhe (ca. 70 ra.höher als die Somma) nach und nach ausdem Kreiskessel der Somma empor durchAufschüttung erlangt zu haben. In Pom-peji und Herculaneum drangen damals erdigeBimssteinmassen als Schlamin in die Gebäudeein, welche dem jetzt vom Vesuv ausge-wogenen Material ganz unähnlich sind;Schlammströme und Tuffmassen, welche vordem Ausbruch die Berghänge auf der Meer-
seite umkleideten, verschütteten die Häuser,dazu ungeheure Anhäufungen von Sand,Lapilli und Schlacken, welche von derEruption selbst herkamen. — Lyell fand 1828beim Amphitheater folgende acht Schichten:
. „ , 0 , .p, FUSS Zoll
1. Schwarzer Sand von der Erup-
tion von 1822, mit Augit undTurmalin.— 2
2. Dammerde.3 —
3. Loser Tuff mit Pisolith in Lagen
von Zoll bis 3 Zoll Dicke . 1 6
4. Kleine Schlacken und weisso
Lapilli.— 3