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Feuersäule auf, nach einem fürchterlichen ‘Knall stürzte der östliche Kratorrand ein, esdrang eine Aschen- und Lapillhvolke her-vor, welche % St. lang Bosco tre (Jane undOttajano mit ihrem Inhalt Üherschüttete.Gegen Mittag erhob sich eine ungeheure,oben mehrere Miglien breite, ca. 2400 m.hohe Pinie, in deren Nähe Blitze ohneDonner zuckten; der Berg erzitterte fort-während, über den südwestlichen Krater-rand floss immer stärker und schneller dieLava und legte den Weg längs des Kegelsbis zur Pedimenta in 15 Min. zurück, einStrom zwischen Fonno grande. und Fonno biancostand (vorn 3 m. hoch) D /2 Migl. von derKirche von Resina still; Nachmittags strömteaus der Spalte des östlichen Kraterrandeseine so grosse Menge Lava hervor, dass siedie Pedimeiitina in der Richtung nach Boscotre Oase um mehr als 12 ui. erhöhte. Umdie Feuergarbe zuckten Blitze und die De-tonationen und Erschütterungen schieneneinen Einsturz des Vesuvs herbeifiihreu zumüssen. Asche und Lapilli bedeckten dieganze Umgegend des Vesuvs, die Lavaströmte nach Bonco tre Cane, theilte siehaber davor in mehrere Arme; von 10,()0(jEinw. von Torre del Grcco waren nur sechsin der Stadt geblieben. Aschenregen inNeapel , Geruch nach Salzsäure bis dahin.Rüthliche Asche gelangte bis Cannano (22 St.).Die ausgegrabenen Theile von Pompeji wur-den wieder mehrere Fuss hoch bedeckt mitAsclie. Der grosse Kegel war niedrigerund an seiner Basis breiter geworden. DiePedimentina hatte sich im O., W. und S. ummehr als <50 m. durch die Lavaströme, dieausgeworfenen losen Massen und den durchden Regen lierabgeführten Sand erhöht. DerKrater war ganz verändert. (Alexander v.Humboldt beschrieb diesen Ausbruch in den»Ansichten der Natur«, Bd. II, 8.272, über-aus lebendig.) — Am äussern Kraterrandbestanden zweierlei Funrarolcn, die einenentwickelten schweflige Säure, die anderenSalzsäure und Schwefel. — Lyc.U fand dieLaveu von 1822 noch 1828 an der Nordseitedes Kegels nicht erkaltet; aus ihren Spal-ten strömten noch Dämpfe und Hitze aus.
1828. Heftige Explosion; zwei Kegelentstehen, der grösste 135 m. über die Ebenedes alten Kraters sich ei-liebend, höher alsdie Punta del Palo. — 1831. Lavastromin 2(! St. 2000 m. zuriicklegend, gegen Heniuahin; der Hauptkegel (Decemberj mit Schneebedeckt, durch welchen schwarze Lavaniederströmte. — 1834. Zehntägiger Aus-bruch, bei welchem die Gestalt des Kratersdurch Einsturz des innern 00 m. hohenKegels ganz verändert wurde. Der mäch-tige Lavastrom floss nach Mauro hin. — 1839.Die schönste Eruption, wegen ihres unge-heuren feurigen Steinregens , die Feuersäulo330 m. hoch, im Durchmesser bis 150 m.In der Nacht vom 3. auf den 4 Jan. zählteman in b '2 St. 216 Blitze. — 1850. AchtOeffnungen an der Ostseite mit Lavaströmen,im Krater zwei grosse Schlünde. — 1855.Lavastrom in den Fonno del Faraone. Ein
‘ neuer grosser Centralkrater zwischen denzwei von 1850. Der Eruption gingen eigen-thiimliche Störungen der Magnetnadel desvesuvianischon Observatoriums voraus; einegrosse Menge rotlier Coccinellen mit schwar-zen Punkten sah man auf der Höhe desKegels. • Die zahlreichen Stösse waren oft soschwach, dass nur das von Palmieri erfun-dene Seismometer sie anzeigte. 1856 und1857 floss die Lava aais jenen zwei Bocche,füllte sie aus, bedeckte die Punta del Palo,die durch dieangeliäufte Materie verschwand,und floss hernieder. Es bildete sich einCentraJkegel, der in die Luft gesprengtwurde, sogleich wieder gebildet sich seitlichspaltete und Lava entlud. — 1858. Berstungdes grossen Kegels, Senkung des obernKraters um .54 m.; 30 Miil. Kubikmeter Lavafliessen hernieder, ein Theil derselben ver-wandelt das 100 m.; tiefe Thal Fosso gründezu einem Hügel. Lava floss bis 1861 langsamheraus, ihr Strom bildet das fremdartigsteBodenrelief, von Heim »Fladenlava«, vonRath »Gekröslava« genannt. Sie erhieltdiese Gestalt durch das längere Verharrenin zähflüssigem Zustand.
1861 im December spaltete sich der Bodenoberhalb Torre del G'-eco, Lava strömte reich-lich hervor, der Boden erhob sich um dieStadt. Ausströmungen von Kohlensäure undKohlenwasserstoff, Salzsäuregeruch. —1862kehrt der Boden langsam wieder zu seinemNiveau zurück. — 1868 Spaltung des grossenVesuvkegels, pastose schlackige Lava; De-cember Lavastrom demjenigen von 1855 fol-gend, bis über Le Forelle hinaus. Aus demGipfelkrater hatte sich ein 100 m. hoherEruptionskegel und aus diesem ein kleinerererhoben.
1871 im Januar begann eine neue Aktionmit der Oeffnung einer nordöstlichen Spalteam Aschenkegel, über welcher sich all-mählich eine grosse Lavamasse aufthürmte,in deren. Mitte die Mündung lag, welcheeinen (leueitreiclien) Strom in das Atrioentsandte. ■— Dieser Ausbruch kamerst am 30. April 1872 zu seinem vol-len Ende, indem der gewaltigen Kata-strophe eine lange Reihe kleinerer Erup-tionen als Vorspiel einer grossen Kraftent-faltung voranging. Am 23. April verstärktesich der Lavaausstrom im Atrio dell Cavctllo;der Seismograph verkündigte die bevor-stehende Katastrophe. Am 24. April ergosssich ein Iiellleuchtender Lavastrom von derSüdseite des Kegels die Fläche hinab, aufder man gewöhnlich hinuntersteigt, einSchauspiel, das durch die zauberhafte Dar-stellung eines riesigen feurigen Baums beidem klaren Mondschein eine Menge Be-schauer zur Besteigung des Bergs einlud.Am 25. Abends sollen über 120 Wägen beider Eremitage vorbeigefahren sein. NachMitternacht begannen die Rauchwolken sichmassenhaft aus dem Krater hervorzudrängen,aus sehr vielen Löchern des Kegels er-gossen sich Lavaströme, so dass der ganzeKegel wie mit einem feurigen Mantel um-geben war. Am 26. gegen 3‘/ 2 Uhr Morgens