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befanden sich eine Menge Neugieriger imAtrio, als der Kegel in seiner ganzen Langevon der Spitze bis zum Atrio mit weit-klaffender Spalte aufriss und eine bedeu-tende Lavamasse ihr entquoll.
Zu gleicher Zeit, berichtet Palmieri,schleuderten die beiden Gipfelkratcr unterheftigen Detonationen zahllose glühendeWurfmassen aus; eine Dampfwolke hülltedie unglücklichen vom Rückweg zur Eremi-tage abgeschnittenen Besucher des Atrioein, ein Hagel glühender Geschosse fiel aufsie herab und in ihrer unmittelbaren Nähebrach die Lava hervor, so dass eine grosseZahl in der glühenden Flut umkam (dar-unter neun junge italienische Mediciner).
unter furchtbarem Gebrüll unermesslichegraue Rauchmassen und Dämpfe aus undschleuderte glühende Schlacken, Lapilli undAsche bis zu einer Höhe von 1300 m. auf.Die Rauchwolke formte sich zur Pinie,Lapilli und Asche verbreiteten sich weithin.In der Lava sah man eruptive Fumarolen.Die Glut der Lava war am Tag nicht zusehen, denn alle Lava war Schollenlava,die viel rascher eine Schlackendecke liefertals die Fladenlava. Abends fing im kalt*bläulichen Schatten die Glut zu glänzenan, über dem Gipfel zeigten die Dämpfestrahlenförmige Beleuchtung, die sich mehrund mehr zur starren, geraden Feuersäuleentwickelte. Am 27. erreichte der Feuer-
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Krater des Vesuvs nach dem Ausbruch vom April 1872.
Die Spalte des Bergs auf der Nordostseitewar breit und tief und setzte sich 300 m.lang ins Atrio fort, und ein langgestreckterLavarücken gleich einer kleinen Bergkettebildete sich, der sich bis zu 50 m. erhob;der kleinere Arm warf sich in eine Schlucht,welche die Strome von 1807 und 1871 trennte,und folgte dem Strom von 1853 gegen liesina,die Hauptmasse stürzte in den Fosso dellaVetrana, füllte die ganze Breite desselben(ca. 800 m.) aus, durcheilte ihn auf 1300 m.Länge in 3 St. und ergoss sich in den Fossodi Furaone; der linke Arm floss über dieLava von 1808 und der rechte setzte seinenLauf über den Strom von 1355 fort, tratzwischen die Ortschaften Massa und S. Seba-stiano, zerstörte dieselben theilweise undblieb bei einein Landhaus stehen, das einstdem berühmten Maler Luca Giordano gehörthatte. Von 10 Uhr Morgens bis 11 UhrNachts legte die Lava 5 Kil. (1 St.) zurückund bedeckte 6—7 Kil. Der in zwei Ab-theilungen getheilte grosse Gipfelkrater stiess
ausbrueli sein Ende, die Auswürfe von Ascheund Lapilli mehren sich, die Farbe der Piniewird dunkler, Blitze, von stetem Donnerbegleitet, durchzucken sie. Am 28. fielenLapilli und Asche massenhaft und verdunkel-ten die Luft. ( Verfasser war an diesem Tagoben, so weit man Vordringen konnte.) —In Neapel ging schon um 5 Uhr Morgenswegen des dichten schmutzigen Aschen-regens , der über die ganze Stadt strömte,alles mit aufgespannten Schirmen; derHimmel war bleigrau, das Licht wie fahleAbenddämmerung. Rings um den BergRegen von Lapilli, bei Ottajano faustgros.-eSteine. Das Donnerrollen des Bergs tönteselbst in Neapel wie eine summarische Be-seliiessung. Am 29. dauerte das Lärmenfoi’t, aber die Auswurfmassen stiegen nichtmehr so hoch. Gegen Mitternacht zeigtendie Detonationen zeitweilige Unterbrechun-gen, zugleich entluden sich über Kampanien Gewitter mit starkem Donner; Abnahmeder elektrischen Erscheinungen am Krater,