Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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8. Pompeji (Lupanar - Fullonica).

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Mosaikboden; daneben r. im Korridoroben ein von sieben kleinen Bogen-öffnungen durchbrochenes Terracotta-fenster gegen das Peristyl. — Das präch-tige Peristyl, 23 m. breit und 27 m.lang, hat 30 Säulen (mit Graffiti). Imersten Zimmer r. jenseit des Peristyls:Medaillons mit Eroten, Mädchen, Zwer-gen. Daneben 1. schöner Oecus mit10 korinthischen Säulen und Kesten derArchitekturmalerei. Aus dem Oecusgehen 1. zwei Eingänge in zwei Zimmer;im ersten Zimmer 1. * Mosaikboden mitTheseus , denMinotauros überwältigend,und dem Labyrinth in Mäanderformenumher. — Es folgen 1. noch eine Exedraund ein Triclinium. — In der einfachemWohnung, in welche man bei Nr. 9 ein-tritt, ist ein toskanisches A f rium; amEnde der Wohnung eine Bäckerei mitdrei Mühlen, ein Gussstein, die Schlangeund vier Gottheiten, der Ofen. In derEcke der Bäckerei ein kleines Bad (dasTepidarium noch mit hübschen Stuck-dekorationen, das Caldarium hat nochseine Nische).

Zurück zur Durchschneidung desYicoletto di Mercurio durch die Stradadi Mercurio trifft man an der linkenEcke, gegenüber dem Brunnen mit derMerkurmaske (Reg. VI, Ins. X):

Nr. 1. Das sogen. Lupanar (PI. 83),eine Garküche, vorn mit Taverne, wodrei Töpfe von Terracotta in der Auf-mauerung stehen, r. der Herd für dieSpeisen, hinten zwei Thüren; die rechtefuhrt in ein Kabinet, wo zwei vier-rädrige Wägen mit Wein über einanderabgebildet sind, der eine mit Ochsenund Treiber, der andere im Abladen(fast erloschen); das Kabinet kommu-nicirt r. mit dem Nachbarhaus der fünfSkelette, geradeaus führt es in einenkleinen Salon mit Bildern: r. Polyphemund Galatea, 1. Venus, fischend; Eroten.Darunter ein Fries mit Jagden. — Durchdie Thür 1. hinter der Taverne kommtman in ein kleines Zimmer mit Taver-nenscenen. — Der Brunnen gegenüber(Fontana di Mercurio) hat auf demCippus einen Merkurkopf, welcher derStrasse den Namen gab. Folgt man

vom Brunnen dem Trottoir der Strassegegen das Forum hin, so trifft man beimzweiten Eingang r. (Reg. VI, Ins. VIII):

Nr. 23. Das Haus des kleinen Mo-saikbrunnens (Piccolo fontana ; PI. 15),mit zwei Atrien, 1. das grosse, r. daskleine. Im Zimmer 1. vom Prothyron,das zum grossen Atrium führt, eineMeng*, kleiner Landschaften: Bacchi-scher Bock und Panther, Ziege, Vögel;im 1. Zimmer 1. vom kleinen Atrium:Thierstücke; im Tablinum hinter demkleinen rechten- Atrium : Medaillons mitBacchantinnen, Attribute des Zeus,Masken. 3. Zimmer r. vom grossenAtrium: 1. Mädchen mit Eros, r. mitFackel. — Im Peristyl 1. und Rückwand:Kolossale Landschaften (1 der Hafenvon Pompeji ); Lamm, Pegasus. In derreich mosaicirten Nische des Xystus dasmusivische Becken für den Brunnen, dermit den zwei köstlichen Bronzen: Knabemit der Gans (jetzt du-ch eine Kopieersetzt) und Fischer (jetzt im Museumzu Neapel ) geschmückt war.

Eine Linie, die man sich ideell durchProthyron, Impluvium, Tablinum, die zweigrossen Säulen des Peristyls und den Brun-nen ziehen mag, zeigt die freie Symmetrieder pompejanischen Baumeister.

Das folgende Hans ist die

Nr. 22. Casa della grande fontana(PI. 16); es hat an der Mauer des Xystus,gegenüber der Gallerie, eine noch weitgrössere Mosaiknische, unter deren Far-ben das Blau vorherrscht, Gliederungund Bordüren von Muscheln; an denPilastern sind zwei Marmormasken(Nachts das Lampenlicht durch Augenund Mund durchschimmernd); in derMitte der Kopf eines Flussgottes in Mo-saik, darunter die Bronzeöffnung für dasWasser. — Im Zimmer r. vom Tablinum:Spuren von einer Komödienscene; imTablinum schwebende Bacchantin. —Es folgt 1. (Reg. VII, Ins. VIII):

Nr. 20. Die Fullonica (PL 14),durch Aufschrift r. bezeichnet, die Fabrikder Walker (ihre Bedeutung in Pompeji S. 442), das interessanteste Beispieleines industriellen Etablissements derStadt. Um einen massiven Umgang(Atrium) von 12 Pfeilern, die noch eine