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obere Gallerie tragen, befinden sich dieSchlaf- and Wohnzimmer der Arbeiterund dieWerkstätten,Trockenzimmer etc.;im 2. Zimmer 1. vom Prothyron, mitOeffnung nach dem Fabrikraum, an derRückwand: Admet, r. Adonis , 1. Theseusund Minotaur. Vor diesem Zimmerzwischen den Pfeilern des Umgangswar ein Brunnenpfeiler mit drei Bildernder verschiedenen Akte der Walkerei(jetzt im Museum zu Neapel ). An derRückwand des Umgangs sind vier grosseWasserbehälter, deren Wasser je vondem hohem in den niedrigem abfloss.Hier wurde das Tuch gewaschen. AraEnde derselben r. auf einer Erhöhung:sechs kleine Zellen zur Aufnahme derWaschbütten. Hier wurde das Tuchmit den Fussen gestampft. In der Seiten-abtheilung des Hauses, zu der von derWalke aus eine Thür führt, ist einekleine Wohnung mit Atrium.
L. Nr. 6. Casa di Pomponio; im Atriumeine Oelmühle (Torculare). — L. Nr. 7. Casadell’ Ancora; das Prothyron mosaicirt mitdem Bild eines Ankers, Das grosse Peri-styl steht tiefer als die Strasse im Niveaumit der Südseite. Ueber dieser Pfeilerhallestand im Niveau des Tablinums eine zweitePorticus mit kleinen Säulen. — R., Nr. 14.die Bottega del Barbiere, von Fiorelli für einKultusgebäude gehalten, die Cella mit zweiNischen für die Götterbilder, darunter dieBank der Zudienenden, in der Mitte einPiedestal für den Altar.
Nun die Strasse bis zum Triumphbogenentlang; gegenüber dem Portunatempel 1.(Reg. VT, Ins. X) liegt die
Nr. 11. Casa del Nariglio (PL 84). Anden Wänden des Prothyron hübsche Vasenund Vögel, am Atrium das zweite Geschossbemerkbar, das Puteal des Impluviums mitMarmorplatte; kein Zimmer des Atriumsgegen das Peristyl offen, die Fauces engund lang; im Triclinium 1. Mosaikboden undeinst schöne Malereien, die sammt denen derübrigen Räume im Museum zu Neapel sind.
Folgt man der Strada della Fortuna(E 5) 1. dem Fortunatempel entlang, sotritt man durch das erste Prothyronjenseit des Vico del Fauno 1. (Reg. VI,Ins. XII) in die
Nr.2.*Casa del Fauno (E 5,Nr.5L;
Casa di Goethe einst genannt, za Ehrendes Vaters, als der Sohn 1830 dieserAusgrabung beiwohnte), eine der gröss-ten (80 m. lang, 35 m. breit) und präch-
tigsten Privatwohnungen Pompeji’s , warbesonders durch seine Mosaiken be-rühmt. Es ist ein Doppelhaus (einkleineres Oekonomiegebäude r. nebender grossen eleganten Wohnung), daseine ganze Insula (XII) einnimmfc. Dievier Laden an der östlichen Schmalseitedes Hauses r. und 1. von den zwei Ein-gängen stehen mit dem Innern in Ver-bindung und dienten vielleicht einemWeingeschäft (man fand viele Krüge),das dein Luxus nachhalf. Die in derkleinern Abtheilung im Atrium ge-fundene Ara der Flora mit oskischerInschrift deutet vielleicht auf die Ab-stammung des Besitzers aus altoskischerFamilie. Ein besonderer Eingang (r.Nr. 5) führt in dieses Nebenhaus, ausdessen viersäuligem Atrium (dem dasTablinum und dessen Nebengemächerfehlen) r. ein langer schmaler Gang anmehreren Vorrathskammern, Küche undTriclinium vorbei zuletzt in den grossen,die ganze Breite des Doppelhauses ein-nehmenden Garten führt. — In der^grossem Abtheilung (Eingang Nr. 2)war einst alles Pracht (wegen der überallangebrachten musivischen Meisterarbei-ten Iness das Gebäude auch das Mosaik-haus); schon eine in das Trottoir vordem ersten Prothyron in. das Opussigninum inkrustirte Inschrift ruft inMosaikbuchstaben dem Eintretenden»Have« (sei gegrüsst) zu; den fast 3 m.breiten Thüreingang flankiren zwei Pi-laster, nach dem kurzen Vestibül folgtdas Prothyron mit einem (zur Hälfteerhaltenen) Boden aus bunten Marmor-dreiecken, die Stuckplatten der Wändeahmen den Marmor nach, die Cornichehat (einst vergoldete) Kassetten unddarüber tempelartige Verzierungen mitzierlichen kleinen Säulen. Der Stuckdes 11 m. breiten und tiefen Atriumsist durch hintergelegteBleiplatten,derenEisenklammern man noch sieht, vorFeuchtigkeit geschützt, der Boden desImpluviums mit prächtigen bunten,rautenförmigen Marmorfliessen belegt(das kleine Piedestal in der Mitte trugden berühmten Bronzefaun [jetzt imMuseum zu Neapel ], der dem Haus den