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als Carlo Carafa und Orso Orsini ihrePaläste in Neapel und in Nola damit er-bauten; selbst zu dem modernen Thurmder Kathedrale diente Marmor des nurnoch in Fragmenten vorhandenen Am-phitheaters. — Im Seminar ist eine kleineSammlung antiker Inschriften, daruntereine oskische aus dem 10 Migl. südöstl.gelegenen Avella (wo 2 Migl. nördl. vondem modernen Städtchen noch Ruinendes antiken Äbella vorhanden sind). —Hinter Nola der (geologisch für die Allu-vialbildungen interessante) Monte Cicala,mit Resten einer Burg.
Das Sanctuarium des nahen Livari istein schöner bramantesker Bau des Paolod’Ambrosio da San Severino 1551, mit Bil-dern von 1521 (Anbetung: der Weisen; Kreuz-abnahme von Magister Franciscus) und von1542 (Christus und die Apostel von JacoboPastore da Montefuscolo).
(40 Kil.) Palma , auf einem derHügel, die den Vesuv umgeben, hübschgelegen, gegenüber dem in der Geschichteder Eruptionen oft genannten Ottajano ;auf der Anhöhe eines bewaldeten Krön-gutes Ruinen eines grossen Kastells. —Kurz danach
(49 Kil.) Stat. SflXllO $ das alteStädtchen, mit 15,000 Eimv. (Bezirk),liegt am Fuss'der Apenninen, an denQuellen des Samo.
Der Samo, welcher 1. die von Montuoraaus einem schönen, reich bevölkerten Thalherabkommende Acqua Laura aufnimmt,steht durch seine Quellen mit dem Ganale diSarno in Verbindung, der westlich am Fussdes Vesuvs entlang nach Pompeji hinzieht.
Die vom Ort etwas abgelegene Kathe-drale (Sarno ist Bischofssitz) ist ein Bauvon 1625. Die durch Erdbeben schwerbeschädigte Kirche S. Matteo wurde 1627restaurirt; die älteste Kirche, S. MariaHella Foce, in welcher das Grabmal Wal-ters von Brienne sich befand, wurde 1701umgebaut. Die Burgruinen über Sarno gehörten zum Kastell des Francesco Cop-pola, der sich hier im Krieg der Barone gegen Ferdinand von Aragonien auchnach dem siegreichen Gefecht des Königsbei Troja (1462) noch längere Zeit hielt.
Folgt (56 Kil.) Stat. Codola; nundurch ein Engthal nach (59 Kil.) S.Giorgio und durch mehrere Tunnel nach
(63 Kil.) SauseverillO (das mitSalerno durch eine Eisenbahn verbundenwerden soll); das Schloss beherrschtdas üppige Land und alle Höhen umher,seine Mauern dehnen sich stadtartig ausund umschliessen einen weiten Raum,»Pareo« genannt; gebaut wurde es nochvon einem normannischen Edelmann(1080) und kam dann später an diemächtigen Sanseverini. — In der benach-barten Kirche S. Antonio ist das schönegothische (gotico ingentilito) * GrabmaldesTommaso 111. Sanseverino (gest.1358);die Statue des Grafen von sprechenderAehnlichkeit, das Ganze von trefflicherWirkung.
Eine gute Strasse führt von hier direktnordwärts über das grosse, aus vielen Ort-schaften zusammengesetzte Jlontoro, Mittel-punkt eines grossen Marktes; dann steigtman sanft den hohen Bergrücken von Laurahinan, von dem man die Sicht auf mehrals hundert zerstreute Dorfschaftcn hat undauf die schönlinige Bergkette umher.
Die Bahn wendet sich von Sanse-verino nördl. und erreicht bei
(71 Kil.) Stat. Laura ihr vorläufigesEnde. Von Laura dann mit Wagen durcheine pittoreske, an Abwechselungenreiche Gegend, in l 1 ^ St. nach
Avellino (* Albergo delle Puglie ;Italiajj mit 20,500 Einw.
Geschichtliches. Die antike Stadt derHirpincr (Abellinum) stand 2 Migl. davonentfernt bei dem jetzigen Ort Atripalda . DieStelle heisst noch jetzt Oivitd , und mansieht dort den ganzen Umfang der Ziegel-mauern mit einigen Spuren der Tliürme,im Südwesten der Vorstadt Spuren desAmphitheaters. Der Arx stand da, wo im10. Jahrli. Atripalda erbaut wurde (ostwärtsauf dem Hügel findet man Ruinen von Ther-men und einem Aquädukt). — Von den »Bar-baren« zerstört, wurde die jetzige Stadt imJahr 887 gegründet, eine schöngelegene Berg-stadt. In ihrem Kastell vertheidigte siehFenicia Sansevenno hartnäckig gegen KönigWilhelm den Bösen; Kaiser Friedrich II.hatte daselbst zuweilen seine Residenz undseine Damicellae; der berühmte Ser GianniCaracciolo, Günstling Johanna’sII., war Grafvon Avellino , das ihm Caterina Filangierizubrachte.
Avellino liegt in einem von Bächendurchströmten Thal, welches mit Wein,Nussbäumen und Haselnüssen (nux Avel-lina) reich gesegnet ist. Hohe Bergeumgeben es, auf denen sich das Kloster