7. Ton Selinunt über Sciacca nach Girgonti.
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und als den höchste jener Felsgabcln, fürdie Stätte von Kanukos.)
Dann über einförmigen Boden mitFächerpalmen zum Fluss Platani , demeinzigen, namentlich im Winter bedeu-tenden Strom an dieser Küstengegend.Er ist der antike IlnlyTcos (noch jetztheisst sein östlicher Hauptquellarm Salito= Ilalykos, »salzig«), einst die von I)io-nysios und Timöleon festgesetzte Grenzezwischen den karthagischen und griechi-schen Gebieten. Der Fluss ist reich anAalen, Cefali und Aluzzi; man findet anihm meist Herden hochgehörnter rotherRinder und die Hirten, nicht sehr zuver-lässig aussehend, auf Pferden reitend, wiein der Campagna um Rom. — Dann Überhügeliges, unbewohntes, aber kornreichesLand, überall die völligste Verlassenheit.Mitten in der Heide ein ausgetrockne-ter sehneeweisser Natronsee } 750 in. imDurchmesser.
lt. auf dom Capo IHanco, einem grossen,weisseu Felsen, 70 m. ü. M., nur von N.zugänglich, mit einer oborn Fläche vonfvlü m. nach allen Richtungen, lag das an-tike lleraklea Minna. Ursprünglich einephönikische Stadt, JJ lakara, von Rani Makaroder Melkart (dem phöuikisclien Herakles)benannt, mul auf Münzen mit phönikischerInschrift Rus Meieart genannt, wurde sienoch von späteren spartanischen Kolonisten,nachdem sie nach Minos (der auch dom'Baal Merkart entspricht; bereits Minoa ge-heissen batte, mit dom Namen Horaklcia(— Makara) belegt. Noch jetzt findet manhier Scherben und .Steinlagon , die auf diealte Stadt deuten. Sie fiel nach ihrer Er-oberung (Olymp. 68) durch die Spartanerunter Euryelon früh in karthagische Ge-walt und blieb fast immer unter derselbenbis zur Eroberung der Iusol durch die Rö-mer, welche Kolonisten hierher sandten.
Nun nach (77 Kil.) MontilllOgTO(schlechte Locanda. mit Seufz erspr Hebenan den Wänden), in dürrer Gegend, mitMalaria, seinem schönen Namen wenigentsprechend, von kümmerlichem Wcin-wuclis und wenigenObstbäumen umgeben.Auf dem Ilügelabliang 1. liegt die zer-fallene, zwar von Alabaster erbaute, aberjetzt dach- und tlmrmlose, von Opuntienund wilden Birnbäumen besetzte, wegenWassermangels verlassene Altstadt.
Ein Wog führt nordwärts in l*/a St.uach Catfolica (6381. Eimv.), eiuer modernen
Stadt, auf einer den Platani überhängendenHöhe, der sie von drei Seiten umzieht, undunter Bergen , dereu Alabaster und Gips dieEinwohner zu Kalk verbrennen. Der Wegdahin führt an den zwei Schwefelgrubenvon Montalto und Colle llotondo vorbei.
Der felsigen, unfruchtbaren Küsteweiter entlang durch ein von steilen Hö-hen begrenztes Thal, dann durch einenEngpass zur vollen Sicht des Meers, nach
(90Kil.) Sivuliana (5665 Einw.), ehe-mals eine Feudalstadt der Chiaramonte,um das 1350 errichtete Schloss derselbenerbaut.
Die Stadt liegt hübsch auf zwei kahlenHügeln, V-i St. landeinwärts, in der Mitteeiner felsigen, an Opuntien reichen Gegend,während unterhalb das Thal dicht vonFruchtbäumen bekleidet ist; die Häuser sindmeist von dendritischen Steinen erbaut*; dieEinwohner treiben hauptsächlich Schwefel-bande], und alles Land umher »wittert vonSchwefelgeruch«. Die Frauen tragen hierweis.se oder schwarze Tuchschleier, die man-tillenartig über den Kopf gezogen werden,die Männer hohe weisse oder schwarzeZipfelmützen.
Durch ein langes, grünes Thal, vonweisseu Tlionfelsen fhmkirt, gelangt mauzur Sicht des Molo di Girgenti und derPunta di Palma; dann längs des sandigenStrandes unter Hängen von Mergel undLehm nach
(105 Kil.) Molo di Girgenti, jetztPorto Empedoele genannt (Albergo deWUniverso [Giardina], Strada Centrale 53,recht ordentlich), ein belebtes JTafen-städtchen mit 6054 Eimv., Hauptstapel-platz fürSiciliensSchwefel; ganz modern.Den Molo des Hafens liess Karl III. 1756errichten, und zwar aus den grossen gelbenBlöcken des Olympieions von Akragas!ln diesem kleinen, von den Südwestwin-den mit Triebsand angefüllten Hafenkönnen aber nur kleine Schiffe einlaufen.Die breite Hauptstrasse des Orts ist zubeiden Seiten mit offenen Waarenlagernund einigen Erfrisehungsbuden besetzt,während gewöhnlich die Mitte der Strassevon beladenen oder entleerten Schwelel-karren, Eseln, Maiilthicren und derenFührern wimmelt. Die Vegetation ringsumist sehr mannigfaltig, Gerstenfelder, Me-lonen, Puffbohnen, Erbsen, Futterklee,Oel- und Mandelbäume, Feigen, Wein-