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8. Von Palermo über Corleone nacli Sciacca.
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Pflanzungen , Fruehtbäume , gewaltigeOpuntien.
Eisenbahn : Tägl. 2mal von PortoEmpedoch;nach (10 Kil.) (Hrgenti in J /2 St.; 1.1 Fr. 15 C.,11. 80 C., 311. 60 0. — Man fährt bis zurOstseito des hohen Hügels, auf welchemGirgenti liegt, und hat von hier noch 20 Min.auf guter Strasse (Wagen: 1 Fr. der Platz)zur Stadt hinan zurückzulegen.
Zu Wagen (eine zweiräderige Carrettamit 2 Sitzen kostet 3 Fr., ein einzelnerPlatz in einem Wagen 1—iVa Fr.) gelangtman nach einstündiger Fahrt yau ' Porta anrea(S. 414) und hat nun r. die antiken Tempelneben sieh und das dem Meer zugewandte,einen Bergrücken von bedeutender Jlöhekrönende jetzige Girgenti in imposanterLagerung vor sich.
Girgenti, s. K. 10 .
8. Von Palermo über Corleone nach Sciacca.
Ca. 105 Kil. Landstrasse (21 St.). Wirdvon Touristen selten begangen, da sie sein-wenig bietet und einer regelmässigen Post-verbindung entbehrt. Die (wechselnde)Wagenverbindung erfrage man in Palermo,Via Maequeda, Palazzo Oomitini (C 4), liefr., Compagnia Giaraffa. — Distanzen vonPalermo nach Parco 2 l /4 St., Piana dt' 1Greei 2 3 /4 St., Corleone 5 St., Biasquino3 St., Chiusa V 2 St., Caltabellotta 4 St.,Sciacca 3 J /2-St.
Von Palermo aus Porta Nuova, anhübschen Villen und Fruchtgärten vor-bei, nach (.11 Kil.) Parco (3500 Einw.),auf lieblichem, reich bewässertem Hügel.
Der Chronist Romualdo (1349) erzählt,dass lloger liier die Wälder durch Mauernumziehen und einen köstlichen Jagdparkmit Hirschen, Rehen und Ebern anlegenliess. Auf dem Hügeljoch Alto Jioss dannFriedrich II. das Cistereienserkloster Alto-l’onte errichten. — Oberhalb Parco Pracht-blick auf Palermo und den Monte Pellegrino.
Nun in Windungen die Strasse hinan,dann durch die Schlucht von Rcbutb undüber öde Höhen. Nach Durchschneidungeiniger pittoresken Hehänge erscheintplötzlich
(25 Kil.) Plana (lei Greei (7714
Einw.), die Hauptkolonie der Albanesen ;die nach der Eroberung Albaniens durchdie Türken (1466) nach Süditalien flohen.
AD einige Abtheilmigen derselben nachSieilien kamen, gestattete ihnen Johanna II.die freie Ausübung ihres Kultus. Sie sie-delten sich ju Palazzo Adriano an, ein Nach-zug erhielt 1488 Merco und Aiäingli alsLehen des Erzbischofs von Monreaie undeigene Gereehtigkeitspflego; diese Ansiede-lung gab dem Lehen den Namen Piana <lei(ireri. Die HauptHrche (mit einem grossenFreseo von Kovelli, »die Dreieinigkeit, derAuferstandene, Heiligenköpfe«) ist dem S.Demetrius geweiht. Noch jetzt befolgen sieden griechischen Ritas, anerkennen aberdie Oberhoheit des Papstes. Ihr malerisches
Kostüm ist verschwunden, nur liier und dasiebt man noch den rothen Fez, doch iiber-wiogt die schwarze phrygische Mütze dersieili.schon Bauern dieses Kreises und derdunkelblaue kurze Kuck. Die Sprache istdie der Albanesen; vom Griechischen un-gefähr so verschieden wie das »Sicilisehovom Italienischen. Die Einwohner sindmeist Ackevsleute und Schäfer (stauden inneuester Zeit jedoch im Verdacht des Bri-gantaggio).
Das Thal ist rings von nackten, steilenHöhen umgeben; die Strasse zieht an derHöhe »laCometa« liinan; oben Blick aufden langen Bergrücken Busaniara (dieliocca di Busaniara steigt 1673 m. auf)und ostwärts auf die fernen Waldungenvon Capclliere.
L. oben Marineo (8991 Einw.); überdem durch Brand verwüsteten Wald liegtunter den Berghängen das dreigeschossige,von Gebäuden umringte Jagdschloss IHcuzza,in welchem König Ferdinand I. währendseines Zwangsaufcnthalts gern verweilte,da die mit Korkeichen und Birken dichtbewachsene Umgehung reich an Wild ist.
Dann zieht die Strasse durch ein Eng-thal am Fass des Busamara zur freienSchau auf die albanesische Kolonie Con-tessa und
(50 Kil.) Corleone (Loeanäa grande,an der Piazza), mit 16,304Einw., inmittendes Mazzarathals, an der Böschung einesin die schöne Ebene abfallenden Hügels,zwischen den Quellarmen des Beliee.
Bor Beliee destro ist der Hauptarm beiCorleone, der Beliee sinislro der Hauptarmbei Piana de 1 Greei entspringend, sie tren-nen dio beiden Zweige des Ilauptgebirgcsund vereinigen sich bei Salaparuta. DurchKaiser Friedrich H. erhielt die Stadt, welche,von den Saraceneu wieder autgebaut, Kor-liün benannt wurde, die zweite lombardischeKolonie, die sich gegen die Anjou’s durchihre Tapferkeit lievvorthat. Noch jetzt