Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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10. Girgenti (Wegweiser).

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seit dieses Einschnitts kommt man so-gleich zu einer Krcuzstrasse (mit zweiHäusern, r. eine Osterie mit gutem, un-verfälschtem Wein). Folgt man hier derStrasse 1. einige Schritte, so sicht man r.im Feld die sogen. Toillbil di TerollC(S. 415), zu welcher ein halb überwach-sener Weg liinführt. Südl. (10 Min. ent-fernt) sieht man in der Kornebene eineinsames (modernes) Haus, das auf dieRuinen eines dorischen Asklepios - Tem-pels (S. 417) gebaut ist.

II. I) er Nordtheil mit der jetzigenStadt. — Den Scheitel der modernen Stadt,welche die Stelle der antiken Akropolisoinnimmt, krönt der *.I)01Uj S. Gerlando(S. 417), da wo der alte Haupttempelstand, der dem stadtscliirmenden Zeusgeweiht war; die grossen Stufen undQuaderbauten, die aus dem Hoden her-vorragen, gehören noch den antikenResten an. liier stand auch der berühmteStier des Phalavis. Jetzt beherbergt derDom noch zwei antike Sarkophage, 1.zwischen erster und zweiter Säule (derKustode hebt die Deckel ab) den berühm-ten * Sarkophag mit der Mythe des Hyp-polit und der Phiidra (S. 418). — ln derzweiten Horizontalstrasse siidwestl. unterdem Dom liegt (gegenüber Nr. 24) *S»Maria dei Grcci (S. 419), mit erheb-lichen Resten eines sehr alten dorischenTempels, wahrscheinlich des Tempels derAthene aus der Zeit des Theron. — In derStadt sind noch hier und da Reste vonmittelalterlichen und P'rilhrenaissance-liauten erhalten, besonders einige schönePortale (z. B. bei S. Domenico), 1. die Viadeir Orfane hinan, in der ersten Strasse1. (an der rechten Seite) an der Abhatelladelle Orfane ein Portal aus dem 15. Jalirh.,etwas höher an Pal. Gueli ebenso; nochhöher an Pal. Filipazzi drei gotliisclieFenster, die Via S. Sofia hinan, r. die ver-fallenen Reste des normannischen Pal.Buonadonna, an S. Giovanni (Via Ate-nea diesseit Porta Ponte) ein normanni-sches Portal, auf der Anhöhe darüber, amMonastero grande, ebenso. Im Municipioist eine kleine Sammlung von Alterthü-mem und griechischen Vasen. — JenseitPorta Ponte folgt auf den englischen Gar-

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ten (s. oben) am Westgehänge des Athene-felsens derEingangzur Villa } einer baum-reichen öffentlichen Anlage, die sich biszum Kastell hinanzieht. Ausserhalb desVillaeingangs führt r. ein steiles Sträss-clien hinan; biegt man oben nach 1. undfolgt dem Weg geradeaus, dann 1. hinanund dem Höhenrand ostwärts entlang, sokommt man nach 1 ji St. zu einem hohensteilen Felskopf, der x \Rupe Atenea(S. 420). Oben, wo wohl ein Heiligthumdes Flussgottes Akragas stand, hat maneinen Prachtblick über das ganze Gebiet.Dem Strässchen am Höhenrand ostwärtsweiter entlang und etwas niederwärtskommt man in 10 Min. nach S. Biagio(S. 420), einer zerstörten normannischenKirche, hinter deren Bogen die Reste einessehr alten griechischen Tempels der De -metcr und Persephone liegen, eine ein-fache Cella. Auch von hier oben über-blickt man die ganze antike Stätte vonAkragas.

Gute Fussgiinger können gegen dieSteinbrüche liinab und um diese herum dieSpuren der antiken heiligen Stranse verfol-gen, welche in den Felsen eingesclmitfceuvon WNW- zum Tempel hinauf führte; mangelangt dann an der Fontana Huonamorroneauf die grosse llafenstrasse bei Villa Ge-nuardi hinab.

Zeiteinteilung. Man tliut am besten, zu-erst seine volle Zeit und Kraft dem mdlichenTheil zuzuwenden , wo die berühmten Tem-pel liegen, die zum Schönsten gehören,was Sicilien bietet. Nachher hat man dop-pelten Genuss: nach Besichtigung derjetzigen Stadt im Nordtheil die ItujnJAtenea und den Cercstempcl zu besuchen,mit ihrer Ueberschau Über die gesammteantike Stadt.—Weniger als Wa Tage sollteniemand auf Girgenti verwenden, das in derTouristen -Eile nicht genossen werden kann.

I. Der Südtheil.

Man kann den grössten Theil der Süd-seite zu Wagen besuchen.

Aus der Porta Ponte, dem OstthorGirgenti’s, aus welchem 1. die Bahnstrasse,r. die Hafenstrasse niederziehen, kommtman sogleich zur hübschen Anlage desGiardino Inglesc, mit Blumenflor, Bäu-men und Sitzen, nordwärts durch diestattliche Casa di Beneficenza begrenzt;dann r. der grossen llafenstrasse nachniederwärts an S. Calogero vorbei zur