Band 
Erster Theil.
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Den 22. November kam die Reihe an andere. Unterdenen, welche an jenem Tage in Bußen verfällt wurden,mußte der Pfarrer Gabriel Walser , Verfasser der Chronik,der wir diese Einzelnheiten entheben, 24 Dublonen be-zahlen, weil er außer Lands Correspondenz geführt, denGesandten über die Grenzen nachgeritten, sich mit seinenZuhörern unter.die Waffen gestellt, und eine Leiche nachKriegsmanier begraben lassen. Der QuartierhauptmannOertli ward um 10 Dublonen gestraft, weil er gesagt:bisher habe ihm niemand einen Fehler im 83. Artikelzeigen können. Gabriel Schefer um 10 Pfund Pfenning,weil er gesagt: vor Altem habe man nur bei PfundPfenning gestraft, jetzt aber mit Dublonen. Der DoktorLaurenz Zellweger , welcher alle diplomatischen Aufträgebesorgt hatte, mußte 100 Dublonen bezahlen, auf seineKosten das Zeughaus wieder in Stand stellen und zehn

Zahre von allen Aemtern ausgeschlossen bleiben "?). Man

vergaß die durch diesen Mann von Geist und Charakterdem Kantone geleisteten Dienste und dachte nur an denDienst, welchen sein Geld leisten konnte'"). EinfacheLandleute wurden geringer Vergehungen wegen zu starkenBußen verurtheilt'").

Aber die Appenzeller wären ihrem Nationalcharakteruntreu gewesen, wenn ihre heitere Laune sich nicht auchdurch diese Unruhen und Spaltungen hindurch Luft ge-

112) Walser, III. 8g—gl.

113) Unter andern seinem Lande geleisteten Diensten brachte er auchdas Kantons-Archiv in Ordnung, welches von 1597 bis 1724,in welchem Jahre er diese Arbeit unternahm, ein wahres Chaosbildete. Er widmete sich derselben, gleichwie andern mühsamenGeschäften, mir einem patriotischen Eifer, auf Unkosten seinergeliebten Studien und seiner Gesundheit.

114) Fortsetzung der Relation äs Raurent XellrveAor; in deutscherSprache, Mscpt.