Band 
Erster Theil.
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In den Landgemeinden äußerte sich ebenfalls Unzufrie-denheit. Die Landammänner von zweien derselben, Cle-mens Damian Weber von Menzingen und Christop hAn der Matt von Baar, 1815 Frankreichs ergebensteDiener, nun eifersüchtig auf die Diener, welche Frank-reich bereicherte, machten zuerst das Volk auf seine Lageund auf feine Zukunft aufmerksam. Mit Thränen inden Augen stellten sie (1726) den versammelten Landge-meinden vor, „welchen Schaden dem Recht, Der Frei-heit und den öffentlichen Angelegenheiten der Faktionsgeistzufüge, wie die fetzige Regierung jedem Privatmann dasMaul stopfe und die Hände binde, und wie alles dasvom fremden Geld und Vertheilung der französischen Pensionen herrühre; härter fei man jetzt gedrückt, als dieAhnen von den Tyrannen. Zeder müsse sich beeifern,den Rest von Freiheit zu erhalten und ihre Zunahmezu befördern." Ein ander Mal (1728) sprach An derMatt von der Unmöglichkeit, „die französische Geldtyran-nei abzuwerfen, wenn nicht jeder gemeine Mann Handdazu biete"

Wie ein Feuerbrand in einen Pulverhaufen geschleu-dert, bewirkten diese Worte einen plötzlichen Ausbruch,zuerst unter der Jugend, dann unter dem ganzen Volke.„Welche die Pensionen fressen, sollen wachen", meintejene, als sie wegen Diebsgesindel der Kirche wachen sollte.Die drei Gemeinden beschlossen, in Zukunft die Jahr- undGnadengelder unter alle Bürger gleich zu vertheilen.„Alle", hieß es, „sind Bundesgenossen des Königs; allemüssen für ihn, wenn er angegriffen wird, Haus, Hei-mat, Weib und Kinder verlassen und Leib und Lebendaran fetzen""").

139) StaUin, IV. 684, 688.

140) Idiä. 685, 686.