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unter Ludwig XIV. dauerte beinahe fünf und zwanzigZahre. Sie kostete weniger; indessen wurden heimlichgroße Summen bei Einzelnen, ohne Gewinn für denStaat, verbraucht. Dazu kamen zwei andere Nachtheile:man ließ die durch die Zinsen immer mehr anwachsen-den Staatsschulden stehen, und, indem man Ver-sprechungen machte, die man nicht halten konnte, zogman sich den Vorwurf der Unredlichkeit zu. Nur von1602 an gerechnet, verursachte Frankreich das Bünd-niß allein, abgesehen von der Unterhaltung der Truppen,eine Ausgabe von mehr als hundert Millionen').Bei dieser Berechnung, beim Anblick der halben Million,welche der Nachfolger Ludwig XIV. jedes Zahr für den-selben Gegenstand und zu theilweiser Abtragung der altenSchulden auslegte 2 ), fragt man sich, was für Ent-schädigungen das französische Cabinet für fo viele Opferund für viel Arbeit und Unannehmlichkeiten suchte^).
Die Beweggründe Heinrichs IV. und Ludwigs XIV.waren der Wunsch, das Blut ihrer Unterthanen zu scho-
1) Alle vorhergehenden Thatsachen sind fast wörtlich ausgezogenaus einem LIemoire äs Lonnsc au Karde des Sooaux, surle renouvellemsnt de IsIIjance, den 9. Februar 1733 über-sandt, 59 Folioseiten; 8uisss, IXo. 314 lol. 47—76.
2) Ibid. Auf den Einwurf, diese Ausgaben seien eine Art Krebs,welcher das Königreich »»merklich aufzehre, antwortet de Bon-nac, daß, wenn man sie mit andern Auslagen dieser Art ver-gleiche , welche die andern Staaten zu machen genöthigt seien,es kein wohlfeileres noch, ungeachtet der Veränderlichkeit der Schwei-zer , solideres Geschäft gebe. In einer andern Stelle sagt er,daß unglücklicherweise der Mangel an Genauigkeit die Schuldenauf einen solchen Grad angehäuft habe, daß, was man zu einergewissen Zeit mit 100,000 LivreS und weniger hätte bezahlenkönnen, in der Folge Millionen gekostet habe, und noch sehr be-trächtliche Schulden stehen geblieben seien.
3) Ibid.