nen, ihre hohe Meinung von der Tapferkeit und derMannszucht der Schweizer , und die Furcht, wennFrankreich sie nicht an sich feßle, so möchten sie sich gegendasselbe wenden. Ludwig XIV. sah auf diese Weise bisauf drei und dreißigtausend Schweizer unter seinen Fah-nen. Die nämlichen Gründe machten die Unterhaltung undErneuerung des Bündnisses wünschenswert!). Der Marquisvon Bonnac, der uns diese Politik auslegt, betrachtet beson-ders den Vortheil, immer zwölf bis VierzehntausendMann Truppen und alljährlich etwa tausend Rekrutenzu haben, außer einer Vermehrung, so oft es nöthigwar, weniger kraft der Verträge, als „durch die Thätig-keit der Offiziere und durch die Bemühungen des Bot-schafters*).« Die Fortdauer der übrigens, im Ver-gleich mit entferntem Hülfstruppen, nicht sehr beschwer-lichen Auslage 6) schien nützlich durch die Gewißheit derUnterstützung bei allen Anlässen. „Es ist kein) Generaloder Offizier," sagt der Marquis von Bonnac, „der beieiner Schlacht nicht lieber Schweizer als keine habenwollte 6)." Er hielt ein allgemeines Bündniß für be-sonders wichtig während eines Krieges mit dem Kaiser,um die Schweizer vom Dienste dieses Monarchen abzu-wenden, um die katholischen Kantone in den WassernFrankreichs zurückzuhalten?), vor allem aber, um dieseit der Aufhebung des Edikts von Nantes abgeneigtenreformirten Kantone in dieselben zu ziehen^). Die
4) Nenaoire 6e Lonnae.
5) klemoirs <Iu 8ieur 6s NursU sur la 8uisse, 15. August1733 ; Suisse ?io. 315 lo>. 27—63.
6) Oben.
7) Llswoire 6s Donnas au 6ue 6u Naive, Januar 1731;Luisss IVo. 316.
8) Nemoirs pour servir 6'inslruclion au sieur 6s Lourteille,1. Januar 1738 ; Suisss bto. 326, lol. 282-304.