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Die Kantone waren vom Botschafter unterrichtet, „daßes Seiner Majestät nicht angenehm wäre, wenn sie sichin diese Angelegenheit mischten^).«
Der letzte Nachfolger Rudolfs von Habsburg, KaiserKarl VI. , starb am 20. Oktober 1740, und seine Tochter,Maria Theresia , war ihm, beschützt durch die pragma-tische Sanktion und mehr noch durch ihre geistige Ueber-legenheit, in seinen österreichischen Erbstaaten unter demTitel einer Königin von Ungarn gefolgt. Ihren Gemahl,den Großherzog von Toskana, einen weisen Fürsten , derdie österreichischen Finanzen wieder in bessern Standstellte, hatte sie zum Mitregenten, hauptsächlich zur Füh-rung der böhmischen Kurstimme, erklärt. Der KurfürstKarlAlbrecht von Bayern machte vermeintlich bessere Familien-rechte geltend, und Spanien machte andere, doch schlechtbegründete Ansprüche; dagegen wurde Sardinien, welcheszuerst ähnliche Ansprüche auf Theile der österreichischenMonarchie gemacht hatte, durch englische Subsidien unddie Zusicherung einer neuen Vergrößerung im Mailün-dischen für Maria Theresia gewonnen. Der junge Kö-nig von Preußen, Friedrich II. , machte sein Schwertzum Scepter und verlangte, von seinem Ahnherrn auf-gegebene Ansprüche erneuernd, von der Tochter Karls IV.einige schlesische Landschaften, und als der österreichischeHof sein Begehren allzugebieterisch von sich wies, antworteteer mit einem unerwarteten Einfall in Schlesien (Dezem-ber 1740). Das war der Anfang des acht Jahre lang an-dauernden Oesterreichischen Erbfolgekrieges . Ei-nige Bewegungen während desselben und die verschiede-nen Staaten, welche sie machten, brachten auf Augen-
98) Marione an den Siegelb., 3. Dezember 1738.