— 414 —
sollte. Friedrichs siegreiche Waffen nöthigten die Oester-reichs und Franzosen, über den Rhein zurückzugehen >°b).
Die Eidgenossenschaft , wenig an die Zukunft denkend,berieth sich auf einer Tagleistung (September 1744) aufsneue über das Benehmen bei Annäherung der Feinde.Sie beschloß, wie immer, die Neutralität aufrecht zu hal-ten, zeigte es den kriegführenden Mächten an und er-suchte sie, die Waldstädte, das Frickthal, Konstanz undBregenz nicht auszunehmen. Diese Vorsichtsmaßregelkam indeß zu spät. Der französische Botschafter erwie-derte , der Konig habe seinen Feldherren Befehl ertheilt,keine Verletzung des eidgenössischen Bodens geschehen zulassen; diese aber bemächtigten sich der vier Waldstücke, am10. Oktober der Stadt Konstanz und, nach einer zwei-monatlichen Belagerung, am 25. November Freiburgs
Am 20. Zanuar 1745 machte der Tod dem traurigenDasein Kaiser Karls VII. ein Ende. Ungeachtet allerfranzösischen Umtriebe und des Widerstandes Preußens,bestieg der Gemahl Maria Theresias unter dem NamenFranz I. (September 1745) den kaiserlichen Thron; Fried-rich II. aber schloß, nach drei Siegen, einen vortheilhaf-ten Frieden mit Oesterreich und Sachsen und anerkannteden Kaiser. Diese Ereignisse und die Fortschritte Frank-reichs in Flandern , wie die Nachtheile, welche diese Machtanderwärts erlitt, führten 1748 die Unterhandlungen undendlich den Frieden von Aachen herbei. Die Tagsatzung,welche nach dem Ableben des Kaisers Schaffhausen undden drei Bünden getreues Aufsehen verheißen hatte,schrieb an alle am Congreß versammelten Mächte um
108) Meyer, L80, 281.
10S) Meyer, 281. Siehe Anhang H.