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Aus diesem Zusammenstoßen von Kriegsdiensten ent-standen neue diplomatische Kampfe. Der österreichischeBotschafter, Marquis von Prie, beschwerte sich, daß schwei-zerische Truppen bei der Belagerung von Freiburg denFranzosen geholfen hätten. Die Tagsatzung beschloß, denOffizieren, welche sie daselbst commandirt hatten, einenVerweis zu geben und alle in französischen Dienstenstehenden Offiziere überhaupt bei Ehre und Eid zu er-mähnen, sich nicht angriffsweise gebrauchen zu lassen"^).Der Botschafter des KönigS beschwerte sich über die ge-machten Vorstellungen, da doch im Zahr 1743 Schweizer mit den deutschen Heeren in Frankreich eingedrungenseien "P Andere Beschwerden erhob der brittische GesandteBurnaby , welcher den evangelischen Orten und ihren Zuge-wandten anzeigte, es beabsichtigen in französischen Dienstenstehende Schweizerregimenter sich einschiffen zu lassen,um einen päpstlichen Prätendenten zu unterstützen'^).Zürich , damals Vorort, schlug unverzüglich vor, einem
Schweizerische TruppencorpS in dem Dienste dieser Kronen zuge-standen waren. Allein man betrachtete sie mehr in dem Lichtetreuer Leibwächter und Trabanten der Regenten, als dem von Ab-theilungen wohlgeregelter Heere, die in den Kriegen, nach derneuen Weise, noch besonders im Stande wären, sich furchtbarund wirksam zu machen," — Noch bis 1814 hat Napoleon darüberanders geurtheilt.
132) Abschied der Tagsatzung, Januar 1745.
133) Abschied der ordentlichen Tagsatzung von 174S. Mariane, den6. Februar 1745, und de Courteille, den 30. April, traten mitdem Hofe in weitläufige Erörterungen ein, um die Rechtmäßig-keit der Anwendung der schweizerischen Truppen bei der Bela-gerung von Freiburg zu beweisen; Suisse , lVo. 338 u. 339.
134) Sein mit Betrachtungen begleitetes Memoire ist vom 29. De-zember 1745, in Zellweger, Handschriftl. Samml. Fol. Bd.1700 — 1750.