Band 
Erster Theil.
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ftraten des Vorortes zu sich, um ihn unter dem Vorwandeeiner vertraulichen Mittheilung sich dienstbar zu machen '^).Der Bürgermeister Heidegger von Zürich begiebt sichmit Gutheißung seiner Obrigkeit nach Solothurn ; eineUnterredung entspinnt sich zwischen ihm und dem Bot-schafter, die heimlich von Forschern historischer Thatsachenbehorcht wird und nach welcher jede Unterhandlung, be-treffend die Erneuerung des Bündnisses, unterbleibtBeim Anblick der zu überwindenden Schwierigkeitenwünschten der Botschafter und der Minister sich zu un-terreden'^'). Sie hatten übrigens die Ueberzeugung, daß

169) Den 3. August >756 schreibt er: „Das Beste, was ich thunkann, ist, wo möglich eine der ersten Magistratspersonen vonZürich, die ich nicht weniger schätze ais diejenige zu Bern , anmich zu ziehen, um mich gegen sie zu erklären, nicht über meineeigenen Gesinnungen, sonder» über diejenigen, welche ich sowohlin den katholischen als in den evangelischen Kantonen wahrnehme,da ich bei dem Vertrauen und der Freundschaft, in der ich mitseinen Obern stehe, glauben würde, gegen das eine und gegen dasandere zu fehlen, wenn ich ihnen länger ein Geheimniß darausmachte, statt mit ihnen gerade vorzugsweise zu verhandeln."

170) Die Darstellung dieser Unterredung findet sich in mehrern hand-schriftlichen Sammlungen historischer und diplomatischer Akten,unter andern auf der Bibliothek in Zürich , ^els «ist. Ilelv.Xürictrer Kescli. Sie ist zum erstenmal abgedruckt worden inH. Escher und I. I. Hottinger, Archiv für Schweizerische Ge-schichte und Landeskunde. Bis auf diesen Tag haben die Diplo-maten und Geschichtschreiber der Schweiz die Ursache des plötz-lichen Bruches der Unterhandlungen, die wir nach dem vertrau-ten Briefwechsel der Gesandtschaft mit dem Hofe darstellen, nichtgekannt.

171) Chavignt) an den Min., 4. April 1756 ; der Min. an Chavigny,30. April. Chavigny schreibt ihm noch den 22. August. „Wiees auch mit den Sachen und den Gemüthern stehe im An-gepichte der Erneuerung des allgemeinen Bündnisses, so glaubeich mehr als je, es werde nicht gleichgültig sein, daß ich michnäher an Ihre Einsicht und an Ihre Unterweisungen halte; denn,