Band 
Erster Theil.
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den Politik gegen Savoyen. Wenn es behufs einesMilitärvertrages mit dieser Macht den Vortheil derBildung von Offizieren zum Bergdienst vorschützte, solag hinter diesem wirklichen Beweggrund ein tieferer ver-borgen^). Wenn es Genf gegen die Anmaßungen Sa-voyens in Schutz nahm, oder, um den Frieden daselbstherzustellen, seine vermittelnde Thätigkeit entfaltete, soward es weniger mächtig durch die eidgenössische Pflichtals durch die Politik angereizt, das Ansteckende der Em-pörung an den Grenzen der Waadtländer zu ersticken.Die ehemaligen Oberherren des welschen Gebietes unter-hielten daselbst geheime Freunde unter jenen Familien,welche ungeachtet ihrer bedrängten Vermögensumständenichts desto weniger standesgemäß leben mußten. Zhrebesoldete Ergebenheit bezahlte die königliche Freigebigkeitmit übertriebenen Berichten, täuschenden Hoffnungen undgegen die Herrschaft der Berner angelegten Plänen?^).Obschon verhüllt, ließ diese Wachsamkeit einer neben-buhlerischen Macht die Herrscher keinen ruhigen Schlafgenießen. Noch andere Ursachen störten ihre Sicherheit:ihre wiederholten Verletzungen der Schutzverträge ihrerUnterthanen, die ehemalige Freiheit dieses eroberten Lan-des, seine Rechte, die man ihm unvermerkt entzogenhatte. Geschärft durch die Furcht, belauschte ihr OhrAeußerungen der Unzufriedenheit, welche die Geschichte

frei von einigen Aufwallungen von Eifersucht über die Vergrö-ßerung des Hauses Savoyen gewesen, das der Kanton fürchtetund so lange fürchten wird, als er die Waadt ohne ausdrücklicheGarantie Frankreichs in Händen hat." — Siehe Anhang 5,

218) Bonnac an den Min., 23. November 1733.

2ig) Bemerkungen, den Archiven zu Turin entnommen von H. Vul-liemi».