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Schreien und Drohen zu zwingen versuchte. Eines Tagesumringte der aufgewiegelte Pöbel die Person des Fürsten ,um die Abschaffung der Ammannstelle von ihm zu er-trotzen^). Ein ander Mal hinderte er durch aufgestellteWachen den Hofammann an dem Beziehen seines Hau-ses^). Noch ein anderes Mal drang er sogar in diesesselbst vor und zerschlug darin den Ofen und die Fen-sters. Bei ihren Gewaltthätigkeiten rechneten sie aufdie Vermittelung der gewährleistenden Stände und durchdiese, im schlimmsten Falle, auf die Zusicherung derStraflosigkeit. 3n der That versprachen beide Ständedem Fürsten , ihn nur dann bei seinen Befugsamen zuhandhaben und die Störer der öffentlichen Ruhe bestra-fen zu helfen, wenn er einen Toggenburger zum Hof-ammann bestellen würdet. Sie zeigten sich sonach alsdie „besten Freunde" der Toggenburger, wie der Land-rath sie in seiner Correspondenz nannte; aber Bern ,dem die Gleichheit beleidigend schien, wies das Vertrau-liche dieser Benennung zurück und verlangte zum mindestenden Titel „ Schutzherren S). "
Kaum war die Geneigtheit des Fürsten bekannt, alsdie Lust zu herrschen den Stolz der ToggenburgischenHäupter geschmeidig machte. Zwei junge Männer, Keller
4) 172t, viar. losepdi.
5) 1720.
6j 16. Januar. 1722. visr. Oosepki.
7) Protok. des geh. Rathes.
8) Schreiben an seine Abgeordneten in Franenfeld, den 6. Juli1720. Deutsches Misfivenbuch, No. 49. S. 514. Diese Un-ruhen im Toggenburg veranlaßten von Seite Berns einen thä-tigen Briefwechsel, den man in den (Folio-) Bänden 49 bis 76der deutschen Missiven, nur den Band 53 ausgenommen, findet.