Band 
Erster Theil.
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fährlich werden; Bern , in dieser Hinsicht gleichgültiger,wegen der Entfernung, hoffte von dem politischen Wachs-thum dieser Bevölkerung die Schwächung der Katholiken,hütete sich indessen sorgfältig, sich allzuweit einzulassen,und wollte seinen Einfluß lieber für wichtigere Dingesparen.") Beide Stände, stets die Vergrößerung ihres Ein-flusses auf die Schweiz im Auge haltend, besorgten, derAbt könnte, ihrer Vermittelung überdrüssig, seine Zufluchtzum Bundesrecht, zur Tagsatzung, nehmen und die katho-lischen Mächte denselben unterstützen, wozu die Höfe vonWien und Turin durch Verträge verbunden waren.")Die protestantische Schweiz, Bern hauptsächlich, fürchteteden König von Sardinien, von dem man glaubte, daßer beabsichtige, den Protestantismus zu demüthigen undeinige Bischofssitze in der Schweiz wieder herzustellen, unddaß er, in Bezug auf das Bisthum Lausanne , Absichtenauf das Waadtland unterhalte. '0) Frankreich hatte zwarkeinen Beweggrund, offen dem Interesse der Protestantenhinderlich zu sein; aber es durste sich doch auch nichtden Schein geben, als verlasse es die Katholiken in derSchweiz.") Der Botschafter unterstützte den Abt durchgeheime, aber gemäßigte Räthe,") der König durch seine

14) Bonnac a» den Min., 15. November 1734, 8. und 15. Augustund 20. Dezember 1735.

15) Bonnac an den Min., 16. Januar und 9. Mai 1736. DerVertrag ward mit Oesterreich 1702 geschloffen, aber wegen desspanischen Erbfolgekrieges damals nicht vollzogen; der König vonSardinien schloß ungefähr zu derselben Zeit einen weniger be-stimmten, aber das Nämliche bezweckenden Vertrag.

16) Bonnac an den Min., 20. Dezember 1735.

17) Derselbe an den Min., 1ö. Januar 1736.

18) Bonnac an den Min., 15. November und 8. Dezember 1734;8. nnd 15. August 1735; 14. Mai 1736; der Abt von St.Gallen an Bonnac, 7. Januar 1735, 17. Januar 1736.

XI. Bd. 29