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in dem bis auf tausend Mann zusammengelaufenen Volkedie Wuth entzündet, welche die schwache Abmahnungvon Thätlichkeiten, die einer der Obmänner aus demWirthshause dem Volke gab, sowie die von Erb, dersich unter das Volk gemischt hatte, gegebenen Winke nurnoch steigerten. Dieser hatte bei der ersten Nachrichtvon ihrer Mißhandlung ausgerufen: „O warum habendie Bauern sie nicht ganz todtgeschlagen I" Eine Magi-stratsperson schlug dem Volke vor, daß eine Landsgemeindezusammenberusen, und durch sie ein Todesurtheil gefälltwerden solle, indessen würde er denselben alle Tage drei-mal ein Kapitel aus der Bibel lesen. Aber dieser Vorschlagward mit Lachen verworfen. Statt dessen drangen einigein das Haus hinein, banden beiden Gefangenen die Händeauf den Rücken, zogen Rüdlinger bei den Füßen die Treppehinunter, und trugen ihn auf einem unterlegten Steckenmit Sorgfalt, damit er den Boden nicht berühren unddann der Hexenmeister davon fliegen könnte, in einnahes Wäldchen, wo nach ihm auch der von einer andernRotte begleitete Keller nachkam. Da fiengen sie nun vorden Augen von tausend Zuschauern mit Zaunstöcken aufden Kopf des auf Stecken gehaltenen und gräßlich schrei-enden Mannes so lange zu schlagen an, bis ihm dieAugen aus dem Kopfe traten, die Hirnschale sich spaltete,und er den Geist aufgab. So fiel als das Opfer derVolkswuth derjenige, der sie zuerst gegen die Obrigkeitentflammt hatte. Keller hatte nur Einen Gedanken, Gott und die Zukunft. Er mußte neben dem Leichnam Rüd-lingers niederknieen; dann gab er seine silberne Dose undSchnallen den Wächtern, bat für seine Mörder, undschon begann ein Knabe, der mit einem auf den Nackengeführten Streich ihn zu Boden schlug, das nämlicheTodtschlagen mit ihm. Aber er verlangte, nachdem er sich