Band 
Erster Theil.
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er vielleicht bei Kurzem kommen werde, im Fraumün-ster die Messe zu lesen. Der Wirth, bestürzt, verbreitetediesen Scherz als eine Neuigkeit weiter.^) Am 5. Ok-tober hörte man einen Theil des Tages von den grünenund waldigen Bergen herab, welche das linke Ufer desSees beherrschen, auf dem Baarer Boden, im KantonZug , ein Musketeriefeuer. Es war eine Musterung. §')Ein Bewohner vom Richterschwylerberge gab beim Nach-hausekommen diese Erklärung und fügte hinzu: „Die Ka-tholischen hätten jetzt gut einbrechen, man sage doch alle-zeit davon." Seine Nachbarin lief ins Dorf hinunterund erzählte, die Katholischen bereiteten einen Einfall.^)Dieser Funken fiel auf Pulver. Das Volk auf dem Bergeblieb die Nacht hindurch auf; die Menge, die Finsterniß,die Furcht, die Ungewißheit vermehrten die Währung. Umdrei Uhr Morgens war das Dorf Horgen voll Zusam-menrottungen, Lärm und Schrecken. Schiffe wurden be-reit gehalten zur Flucht. Plötzlich, ohne bekannten Befehl,wurden alle Glocken angezogen, und die als Lärmenfeuerangezündeten Harzpfannen vermehrten noch in derDunkelheit den Schrecken des Sturmgeläutes. Die Frauenwaren geschäftig, Berichte von Feuersbrünsten, Plün-derung und Krieg zu verbreiten und ihren Schrecken mit-

89) Kirche eines ehemaligen Nonnenklosters in Zürich .

90) Lpisloia Laoriliouli oususäam Luzuslisis sä smiouin, Die8. novoinbris. IkuAii.

91) Andere sagen von einem Schießen von Schwyzern, die bis in dieNacht hinein getrommelt und geschossen hätten. Beides, vielleichtzu gleicher Zeit geschehen, würde den fast gleichzeitigen Lärm zuHorgen , Richterschwyl und Wadenschwyl erklären.

92) Verhör von Christen ab der Halden, von Wattweil, sogenanntToggenburger Christe».

93) Untersuchungen zu Wädenschweil und Horgen .

94) „Cd liegen schon zehn Häuser im Brand." Ibiä.