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zutheilen. Von Dorf zu Dorf, zu Wädenschwyl, Thal-wyl, am ganzen Ufer verkündigten Geläut, Geschütz, Sig-nalfeuer die nahe bevorstehende Gefahr. Es ward Lärmgeschlagen. Die Soldaten liefen zu ihren Offizieren. Vomentgegenliegenden Ufer, wo Expresse den Lärm von Dorfzu Dorf verbreiteten, kamen mehrere Schiffe voll mitBewaffneten; andere Schiffe führten Weiber, Kinder, Ge-räthschaften an sichern Ort. Die Führer riefen eilig ihreTruppen zusammen. Zu Meilen war gerade Muste-rung, als die Nachricht dahin gelangte. Die Soldaten,gut aufgelegt, gut ausgerüstet, gut bewaffnet, aber diemeisten ohne Pulver und Blei, besetzten Beobachtungs-posten auf den Anhöhen. Die entfernter» Gegenden,welche der Lärm später erreichte, waren nicht wenigereifrig. Es wurden Reiterdienste errichtet. Um zehn Uhr-Morgens berichtete ein Expresser dem Landvogt zu Re-gensberg, Hans Meyer von Knonau, daß 6,000 Mannaus den Ländern im Zürichgebiet eingefallen und in vollemMarsch auf Zürich begriffen seien. Leute, die aus derStadt gekommen, bestätigten den Bericht mit mehrernUmständen. Als der Tumult allgemein und auf dem höch-sten Punkte war, vernahm man, daß der Lärm falsch sei.Eines nur blieb wahr: die Reizbarkeit des aus dem Re-ligionshasse hervorgegangenen Mißtrauens.
Sie zeigte sich in einzelnen Vorfallen. Zn der Nähevon Zürich wurde nach einem Schiff, worin Zuger waren,geschossen. Bewohner des nämlichen Kantons wurden miß-handelt, beschimpft, mit Umbringen bedroht. Als der Sohnder ersten Magistratsperson von Zug, der junge Branden-berger, sich zu Pferde, mit einem Knechte zu Fuße, vonZürich nach Hause begab, wurde er zu Wollishofen be-
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