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zeugen stützt, sie suchten in Rücksicht der Landleute zutauschen. 2'°")
Nur nach und nach dankte die Regierung die nochübrige Mannschaft ab; erbitternde Auftritte zwischen derMiliz und den Bürgern, sowie auch allgemeine Besorg-nisse bewogen sie, die Stadtwache zu vermehren;^") gleich-wohl fürchteten die klügern, die Bürgerschaft mißvergnügtzu machen,^) den übrigen Kantonen Unruhe und denKatholischen Argwohn zu verursachen.^)
Bern rechtfertigte seine Maßregeln in den Augen Eu-ropas durch ein „Manifest", welches einige Geständnisse derStrafbaren und die wichtigsten Urtheile enthält.^)„Das Manifest der gnädigen Herren von Bern, " schriebder französische Botschafter, „ist ziemlich uninteressant undgiebt keineswegs bedeutenden Aufschluß über die wahrenUrsachen und die merkwürdigen Umstände dieses Ereig-nisses. Es ist kein Anschein vorhanden, daß es wederauf das Gemüth ihrer Mitbürger, noch auf die übrige
289) „Was besonders zu dieser Ansicht Anlaß geben kann," sagt er,„ist die übereinstimmende Aussage selbst der angesehensten Per-sonen dieser Stadt (Solothnrn), weiche aus Neugierde einigeStunden von hier auf Berner Gebiet umhergegangen sind; siehaben daselbst die Bauern sehr erhitzt gefunden: diese reden, wiejene sagen, viel von der Neuigkeit des Tages, beklagen sich sehrüber die Gewaltthätigkeiten, welche dazu Anlaß gegeben hatten,und nehmen ziemlich offen Partei für die Verschwornen. Viel-leicht vergrößern die Herrn die Gegenstände ein wenig, aberwie dem auch sei, die Herren von Bern selbst treffen zu vieleVorsichtsmaßregeln, als daß man nicht daraus ihre lebhafte Un-ruhe sehen sollte. Schreiben an den Min., vom 9. Juli.
.290) Von Tiliier, V, 212-216.
291) Engel an Halter, 4. August.
292) Dies war auch die Ansicht des H. von Panimy; Schreiben anden Min., vom 23. August und vom 13. September.
293) Oben S. 479. Quellen. Siehe auch Anhang U.