Band 
Erster Theil.
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Schweiz , welche wohl weiß, daß diese Sache ausgedehn-tere Verzweigungen hat, als sie möchten glauben machen,Eindruck hervorbringen werde. Es haben sich vor einpaar Tagen einige Bewegungen zugetragen, welche ver-muthen lassen, daß die innere Gährung nichts weniger alsganz verschwunden ist. Ich bin sogar durch verschiedeneMittel unterrichtet, daß sie noch fortdauert. Gleichwohlscheint die Regierung keine Maßregeln zu ergreifen, um derQuelle des Uebels auf die Spur zu kommen."^)Indessen stellte doch die Regierung einige Mißbraucheab und verbesserte einige Zweige der Verwaltung. GewisseMagistratspersonen ließen von ihrem gebieterischen Wesenab und näherten sich der Blirgerschaft durch mehr Höf-lichkeit, den Landleuten durch mehr Wohlwollen.^) Vordem Ausbruche der Verschwörung hatte sich die Regie-rung, während einer Zeit des Mangels und der Hungers-noth, die Herzen der niedern Volksklassen geneigt gemacht,indem sie ihr Kornhaus öffnete und das Korn um einenDrittel unter dem laufenden Preise, den Armen aufBorg verkaufte.^) Indeß erhob noch vor Ablauf desJahres der unverbesserliche Adel auf den durch den TodSteigers erledigten Schultheißenstuhl einen dem Volkefernstehenden Magistraten, von Wattenwyl, einen har-ten, hochfahrenden, immer zur Partei der Strenge sichhinneigenden und von dem Grundsätze durchdrungenen

294) Schreiben an den Min., vorn 25. Oktober, 8uis8s, k<o. 344.

295) Der Landvogt Engel, in einem Briefe an den großen Haller,vorn II.Zuli, drückte den Wunsch auS, daß Jeder, in sich selbergehend, den Stolz, den Neid, den Eigennutz, die Verachtungfür seine Mitbürger und die Herz und Staat krank machende Er-bitterung ablegen, und daß man die Mißbrauche abstellen möchte,die sich in die Regierung eingeschlichen und, geduldet, zum Theildas Unglück der Verschwornen verursacht hätten.

298) Engel an Haller, 1l. Juli.