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Standeshäupter, mehr noch als der Schimmer einesSöldlings der Großmächte, dessen Prunk und Reich-thum seine Laster, die Schmach des in einem Frei-staate geehrten Namens, in den Augen der Mitbürgernicht verbargen; die Ehrfurcht der Obrigkeit vor demöffentlichen Gottesdienste und die Feierlichkeit, die ihrVorgang jenen, den großen Erinnerungen der Religion !geheiligten Zeiten der Andacht verlieh: das alles zusam- ^men gebot dem Neide oder Mißvergnügen des Mittel-standes Stillschweigen, den geringeren Bürgern und Land-leuten Achtung, wenn sie in den Straßen Reihen bildeten,um jene Männer von anderem Schlage in ihrer Hoheitvorüberziehen zu sehen. Es war allerdings eine aristo-kratische Regierung, aber es war eine Regierung.
Zu einer Zeit, wo die Oeffentlichkeit den Bürgernicht in die Staatsgeschäfte einweihte, noch ein glückliches,in Niedrigkeit verborgenes Talent durch sie auf die poli-tische Laufbahn vorbereitet ward, zogen die Aristokratien,und auch hierin Bern an ihrer Spitze, innere Kraft undWürde aus den herrschaftlichen Ueberlieferungen, welchebei der Beschränkung der Gewalt auf wenige Familien inderen Schooß um so nachdrücklicher festgehalten wurden.Auch wurden in Bern in Folge angeborner Fähigkeitzum Regieren, zuweilen durch tüchtige Erziehung, in Zü-rich durch die geistige Rührigkeit und allgemeine wissen-schaftliche Bildung verhältnismäßig ebenso viele wahreStaatsmänner hervorgebracht, als in den großen Reichen.Unter ihnen nimmt der zürcherische Bürgermeister Jo-hann Kaspar Esther eine ehrenvolle Stelle ein, welcherzwei und zwanzig Zahre vor dem Schluß des 17ten Jahr-hunderts geboren ist. Von Kindheit an in den Grund-sätzen des Christenthums und in der Bewunderung fürdie Meisterwerke und die edlen Charaktere des Alterthums