Band 
Erster Theil.
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erzogen, an denselben während seiner Universitätsftudiengebildet und sein ganzes Leben lang darin bestärkt, dienteer seinem Vaterlande vom drei und zwanzigsten Zahre anmit Hingebung, vertrat es oft auf den Tagsatzungen underfüllte mit Ehren die wichtigsten eidgenössischen Sen-dungen und die Obliegenheiten der höchsten Würden seinesKantons. So lang er lebte in innigem geistigem Verkehrmit Plato, Cicero, Marc-Aurel, mit La Bruyere , Fene-lon und den Schriftstellern von Port-Royal, in einemAlter von mehr als achtzig Zähren noch Haupt seinesStandes/') war er noch an der Spitze des Rathes, alssein Gang vor Alter schon unsicher war, während dasselbeweder die Stärke seines Geistes, noch die Festigkeit seinerGrundsätze zu erschüttern vermochte.^) Wir habenschon mehrmals, wir werden noch in der Folge einensüngern Genossen dieses Staatsmannes an der Spitze derGeschäfte im zweifachen Glänze des Charakters und desTalentes leuchten sehen, Johann Konrad Heidegger.^)Die Natur hatte ihn mit vorzüglicher Anlage zum Re-gieren ausgerüstet; aber eine kräftige Erziehung und einetugendhafte Gesinnung machten ihn zum großen Manne.Die Stunden, welche Andere dem Vergnügen schenken,

31) Anno 1762 er war 1678 geboren.

32) Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Re-publik Zürich svon David Wyß), Zürich , 1780, 1 Bd. 8.

33) 1710—1778. „O Dokwr," sagte der Schultheiß Glüh von So-lothnrn zu einem zürcherischen Arzte, „welche Männer hat euerStand! Wie groß, wie weise, wie erhaben ist euer Heidegger!Eschern verehre ich wie einen Apostel; der Mann ist ganz Tu-gend und Redlichkeit. Ein Orell, wie weise, wie gütig ist er,und nun habt ihr uns wieder ein großes Genie aus euerm Ortegeschickt; wo nehmt ihr alle diese großen Männer her?" H. C.Hirzel, Denkrede auf H. C. Heidegger, Bürgermeister der Re-publik Zürich. Zürich , 1778. 8. S. 123.