Band 
Dritter Theil.
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Gatten über die Mutterliebe ^). Urs Lcik von Bonnweil,ganz überrascht durch sein Todesuvtheil, rief mit einemAusdrucke reiner Ueberzeugung: „Es war mir doch bewie-sen worden, daß es der Sache des Vaterlandes galt"^).Der französische Gesandte, welcher seine Freunde vonSolotburn glaubte vertheidigen zu müssen, bat nicht sofast, als befahl den Eidsgenossen, sich der Beurtheilungvon Unterthanen einer Stadt zu enthalten, die mit seinemHerrn verbündet wäre Das sind unsere Angelegen-heiten nicht die Euern", antworteten jene mit kurzenWorten

Basel wartete nicht erst eine Aufforderung seinerMirstande ab, um mit Strenge zu verfahren. Schad,Gysin'^), andre in großer Zahl wurden zum Tode oderauf die venetianischen Galeeren verurtheilt. Liestall ver-lor seine Freiheiten ^). Die Regierung wußte durchBußen und Einziehung von Vermögen sechözigtausendGulden zu erheben, eine Summe, mit welcher sie ihreKriegskosten trug. Auch die, in BernS Kerkern schaaren-

193) Fnßli, 33.

194) Er hatte den Solothurner Zuzug im Kanton Luzern befehligt.—Mehrere Angeschuldigte wurden gefragt, ob sie kugelfest (g'froreu)wären.

195) Das Bünvniß war den 3. abgeschlossen worden.

198> Den 1. Juli. — Da die Untersuchung sich in die Länge zog,beendigte das Gericht in Zosingen seine Sitzungen, und überließdie Strafe der übrigen den betreffenden Regierungen. Füßli.

197) Sohn des Schultheißen . Dem Vater wurde in Betracht seineshohe» Alters das Leben geschenkt; er verlor aber die Hälfteseines Vermögens durch Urtheil, und hakte einen länger» Ver-haft im Hause seines Sohnes auszuhalten.

198) Es ward zugleich um 6090 Gulden gebüßt. Die Pfarrer hattenStrenge empfohlen. Memoire vom 9. Juli. In unsern Tagenbringt die Gerechtigkeit ihre Opfer durch kostbare Formen metho-disch zum langsamen Bluten.

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