Band 
Dritter Theil.
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die Befreiung des Mannes, der ihr volles Vertrauen ge-noß. Sie sendeten Abgeordnete nach St. Gallen ab.„Man hat," antwortete der Abt, „das Gutachten mehrererUniversitäten eingeholt; alle haben German als meinei-digen Mann, der in das Landesarchiv eingebrochen, ver-urteilt. Hütet euch lieber, statt für ihn zu sprechen, daßman nicht euch selbst noch beim Kopfe nimmt." Durchsolche Derbheit glaubte der Abt die Unruhen im Entstehenerstickt zu haben

Allein die Tockenburger hatten nicht ohne Erfolg beider Landsgemeine von Glarus um Beistand nachgesucht.Auch Zürichs ), das mit dem Vergnügen, welches einHeerführer empfindet, der in der feindlichen Armee eineLücke zum Einbrüche bemerkt, diese Unruhen entstehen sah,hatte dem Volke des Thurthals Rathgeber beigeordnet undGlarus ermuntert, die Klagen seiner verburgerten Landleutezu hören, auch das Landrecht mit denselben zu erneuern,wozu es befugt war. Die Glarner , dieser Ermunterunggerne Gehör gebend, sendeten zwei Abgeordnete, Blumund Galati , nach dem Tockenburg. Ueber die Berge ge-langten diese an den Hummelwald; hier aber fanden sieden Statthalter und Weibel des Landvogts, die ihnen dieWeiterreise untersagten Nichtsdestoweniger setzten sie

26) „Nunmehr sind die Tockenburger völlig verdampft."

27) Zürich wußte sich durch ein Mitglied des Rathes zu Schwyz (Zürch. und franz. Arch.) die Abscheide der katholischen Conferen-zen zu verschaffen. Es ermähnte Appenzell , auf seiner Hut zusein. Der Antistes Klingler predigte: „Seid nicht gleich demMoros oder den sorglosen Samaritanern." Schon 1634 verlangteBreitinger, daß man den Tockenburgern kräftiger, als mit bloßenWorten beistehe. Dürsteler I, 167. — Bedenken eines Ministerilin Zürich. — Durch Tockenburg ist Zürich mit Werdenberg ,Bündten und Avpenzcll in Berbindung. Es war nothwendig,dieser Verbindung sich zu versichern.

28) Dürsteler. — Sie schlugen nach eidgenössischem Rcchtsgange den