Band 
Dritter Theil.
Seite
494
JPEG-Download
 

494

dabei durch einen reizbaren und gewaltsam durchgreifen-den Demagogen unterstützt. Dieser, der LandvogtStadler, früher Lehenvogt im Gebiete des Abtes, war,wegen Beistandes zur Entführung einer Tochter^) durchseinen Bruder, der letzter» Stelle entsetzt worden. Alsnunmehriger Besitzer eines Gasthofes zu Rothenthurm saher den Bau einer Straße durch den Hummelwald nichtungern. Er hoffte davon lebhafter» Zuspruch von Durch-reisenden, dessen er bei zerrütteten Vermögensumständenbedurfte ^). Der Stimme der Rache indessen soviel Ge-hör schenkend, als derjenigen des eigenen Vortheils, suchteer die Tockenburger zwar zu bereden, zu Anlegung einerihnen so nützlichen Straße Hand zu bieten, bestärkte sieaber zugleich in einem Mißvergnügen, das seiner eigenenGemüthsstimmung so nahe verwandt war. Mit donnern-der Stimme erhob er sich, alte Urkunden in der Hand,bei der Landsgemeine von Schwyz . „Hier," rief er, „sinddie Beweise, daß wir mehr Rechte an das Tockenburghaben, als der Abt. Wolan denn, laßt uns den Vertrag,auf welchem diese Rechte ruhen, erneuern. Hier fragtes sich nicht, ob die Tockenburger Katholiken seien odernicht? Selbst wenn sie Türken wären, müßten wir den-selben von dem Zoche helfen, das auf ihnen lastet. Nurdie Perrücken sinds, die in diesem Handel uns irre zuleiten versuchen. 2hr Reich soll aber zu Ende gehenund niemand mehr falsche Haare tragen, als der Hen-

33) „luöomita naturs."

34) Eine geborne Hafmann. Seine eigene Gattin war eine „Egge-rin, von den Schwyzern auf NöikerSeck." — Diarium 8lon-Urali. ,,8la3Ier I'komms a la mocks; il esl autricliien, La-sst^ x mettra im." kuisisuix earaeters ckss prmcipsux par-ticuliers elo.

35) Diarium LooäeAsrü.