Band 
Dritter Theil.
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ker." Die Landsgemeine sprach sich entschieden für dieTockenburger aus und dasselbe that einmüthig diejenigevon.Glarus ^). Sogleich begaben sich auch Abgeordnetebeider Stände nach Wattwyl, in deren Anwesenheit dieganze Bevölkerung des Thurthales, mit Ausnahme einigerhundert Katholiken, zusammentrat. Die Protestation desLandvogts wurde nicht beachtet, das Landrecht erneuert.Ueberall im Schooße dieser Berge erwachte Hoffnung,erscholl lauter Zubel ^).

Der Abt, mit Zürich noch seit der Reformation ingespanntem Verhältnisse, nun selbst durch seine verburg-rechteten Stände gefährdet, sah sich überall nach andermSchutz um. Ohne Vertrauen auf die kleinen Kantonewendete er sich fruchtlos an Bern, an Luzern ; am Ende,von Thurns Eingebung folgend, an den Kaiser. Geradezu dieser Zeit trug sich das Haus Oestreich mit demGedanken, von den Zwistigkeiten der Kantone Nutzen zuziehen ^), um, allmälig die Schweiz , aus welcher seineGröße ihren Ursprung genommen hatte, wieder unter-würfig zu machen ^°). Ein Vertrag ward unterzeichnet.Es hieß, der Kaiser verspreche zu Vertheidigung desGebietes der Abtei, auch „abgerissener Theile" desselben,

36) Die Hälfte der Leute war betrunken. In den Schenken ffoßWein in Strömen, auf Kosten theils des Abtes, theils der Tocken-burger.

37) S. Mai.

38) Dürsteler WO. — Henne. — v. Arr.

39) Thurns politische Betrachtungen. — „Thurn versichert, sein Ge-bieter willige in Alles, was die Sachen ins Gleiche bringenkönne, wenn man ihn nur gegen Schwpz und Glarus sicher stelle,die sich anschicken, weit eher die Herren im Tockenburg zu wer-den, als dem Volke daselbst zu seinen Freiheiten zu verhelfen."Samt-Saphorin an den Fürsten von Salm. — Bern entsprachsogleich dem Verlange».

40) S. Seite 483, Note 2.