Band 
Dritter Theil.
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hängigkeit so gut als der übrigen Eidgenossenschaft, undman darf wagen, von einem Unterthanenverhältniß der-selben zum Kaiser zu sprechen?" In diesem Sinneäußerten sich die Abgeordneten, mit einer Derbheit undHeftigkeit, daß die an Hofmanier mehr gewöhnten Wer-ner Mühe hatten, ihre Collegen im Zaume zu halten ").Der Abt sah sich genöthigt, sein Streitgeschäft vor dieEidgenossenschaft zu bringen. „Durchaus nicht," erklär-ten Schwyz und Glarus , „uns allein gebührt der Ent-scheid." Doch anerboten sie, Zürich und Luzern , Schirm-orte des Abtes wie sie, an den schiedsrichterlichen Ver-handlungen Theil nehmen zu lassen. Der Abt verlangteauch noch die Beiordnung von Bern und Solothurn . Diezwei Kantone fanden, daß dazu kein Titel vorhanden sei.Man trennte sich ohne Erfolg.

Zahre folgten nun auf Zahre, Verhandlungen aufVerhandlungen") ohne die Möglichkeit einer Ausgleichung.Die Tockenburger schwuren, ihre Freiheiten aufrecht zuhalten. Selbst die Kapuziner predigten von Unabhän-gigkeit und riefen neue Teile gegen neue Geßler ") auf.Der Abt ärntete die Früchte seines Uebermuthes undseiner Härte. Am Ende begab sich von Thurn nachLuzern , gewann für Geld sich dort Freunde"), regte

41) „ Schwyzertrotz und Bernerische hofmännische Achtsamkeit."Schwyz, Glarus und Appenzell verlangten unausgesetzt die Auf-hebung des mit Oestreich geschlossenen Vertrages; andere Kan-tone hätten sich mit der Versicherung begnügt, er enthalt« nichtsWeitres, als was man allgemein wußte. Zürich und Bern wa-ren, wie der Abt, selbst mit dem Kaiser verbündet.

45) In Einsiedeln , Grynau, Lachen.

4ö> „Diese Prachtmänner." — Die Kapuziner hießen German ihrenBeschützer und Freund.

47) Er erkaufte den Schultheißen Dürler, eine» sehr gewandten Mann,der aber mehr auf sein eigenes Znterestz als dasjenige seinesx. Bv. ZZ